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Sepp DeppPrämie für Falschangaben zur Geschichte
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Nr.19: Auktionsgebote

Luftangriffe im Weltkrieg: Dresden 1945

Nominierung

Thema: Der Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg: Die Zerstörung der Stadt Dresden 1945
Quelle: Fachbuch Legenden, Lügen, Vorurteile. Ein Wörterbuch zur Zeitgeschichte. München 1992
Urheber: Dr. Wolfgang Benz, Professor der TU Berlin, Leiter des Zentrums für Antisemitismus-Forschung (http://www.tu-berlin.de/zfa/)

Aussage

Die Luftangriffe auf die Stadt Dresden im Februar 1945 forderten insgesamt 35.000 Opfer.

Tatsachen

Der Dresdner Altmarkt am 25.02.1945
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Ereignishintergrund
Nachdem die Rote Armee die Reichsgrenzen überschritten hatte, kamen viele Flüchtlinge in den Westen (=> Massaker von Demmin), so auch nach Dresden. Das Chaos jener Tage ließ keine exakte Registrierung zu, man schätzt heute eine Flüchtlingszahl von 600-700 Tsd. in der Stadt zum Zeitpunkt des Angriffs. Auf deutscher Seite wurde mit keinem Angriff gerechnet. Zum Beginn der Bombardierung am 13. Februar 1945 ab 22,12 Uhr gab es weder Flak noch deutsche Abfangjäger zur Verteidigung, da sie für militärische Zwecke anderweitig benötigt wurden.x(1)
In zwei Angriffstagen warfen 773 RAF-Bomber insgesamt 2.659 Tonnen Bomben ab (Nachtangriff am 13.02), sowie 1350 USAF-Bomber weitere 771 Tonnen Bomben (Tagangriff Mittag des 14.02.). Weitere Angriffe folgten im Februar und März. (=> in der Diskussion Filmkommentar)
Die Bergung der Opfer stieß auf praktische Probleme. Zunächst einmal war die vorrangigste Aufgabe, in der zerstörten Stadt Lebensräume für die Überlebenden zu schaffen. Die gewaltige Menge der Leichen erforderte eine rasche Bergung, schon mit Rücksicht auf die hygienischen Gefahren. Sie wurden bald darauf zu Zehntausenden auf Scheiterhaufen im Stadtzentrum verbrannt.
Der gezielte Einsatz von Feuer im "Bomben-Mix", hatte viele Leichen derart verunstaltet, daß eine Identifizierung nicht mehr möglich war. An manchen Stellen wurden so hohe Temperaturen erreicht, daß die Körper zu Asche pulverisiert wurden und nicht mehr auffindbar waren. Ein ähnlicher Effekt war die damals so genannte "Atomisierung" durch Volltreffer von Sprengbomben mit Zündverzögerung, die erst nach dem Durchschlagen des Gebäudes im Schutzkeller detonierten. Die Körper wurden dadurch in so winzige Fragmente zerrissen, daß ebenfalls kein wahrnehmbarer Rückstand in den Trümmern zu finden war. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz berichtete 1948: "In Dresden, in der Russischen Zone, wo 275 000 Menschen als getötet gemeldet wurden während eines Bombenangriffs von einer Dreiviertelstunde, gab es täglich 200 Selbstmorde und die Einwohner verwendeten Baumrinden als Nahrung."x(2)

x Die gezielte Tötung wehrloser Zivilisten in deutschen Städten gehört zu den schwersten Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkriegs, dessen Täter nie zur Verantwortung gezogen wurden. Schon alleine das offenkundige Faktum der Tat mit insgesamt siebenstelliger Opferzahl widerspricht den Unterschriften der Tatmächte unter die Haager und Genfer Konventionen, was sie ohne weitere Diskussion und Detailprüfung ins Unrecht setzt.
US-Pilot K. Williams in Bremen, November 1943 x

Die Verantwortung
Dresden wurde Opfer der britischen Luftkriegspolitik. Flächenbombardements sollten die Moral und Widerstandsfähigkeit der deutschen Zivilbevölkerung zermürben durch das "Aufpflügen" ihrer Städte und deren anschließende Einäscherung mit möglichst mehr als tausend Einsatzmaschinen zugleich. Erfunden wurde diese Taktik von Winston Churchill, der schon zur Einführung des Konzepts 1942 Anweisungen gab, die ausdrücklich die deutsche Zivilbevölkerung als Bombenziel nennen.x(3) Die US-amerikanischen Verbündeten Englands flogen Tagesangriffe auf deutsche Städte, manche Piloten bekannten sich höhnisch als Mörder, wie nebenstehendes Bild eines bei Bremen abgeschossenen US-Piloten zeigt.x(4) Dazu ein weiterführender Artikel. Eine Schätzung der Gesamtopfer dieser Massenvernichtung von deutschen Zivilisten in ihren Städten durch 1,4 Mio. Tonnen Bomben nennt mindestens 590 - 593 Tsd. Tote, aus neuerer Quelle werden 600 Tsd. Tote und 800 Tsd. Schwerverletzte genannt.x(5) Churchill versuchte wie auch in anderen Fällen nachträglich mit Hilfe seiner Memoiren, die Schuld von sich zu weisen. Der Angriff habe der militärisch wichtigen Eisenbahnlinie bei Dresden gegolten. Doch diese wurde durch die Bombardierung kaum um einige Stunden gestört und die meisten Bomben wurden gezielt ins Stadtzentrum geworfen. Ferner heißt es, daß Churchill vor dem Angriff noch ganz anders zu vernehmen war, als er nachher behauptet hat.x(6) Unmittelbar zum Kriegsende erließ Churchill ein Memorandum, in welchem er sich den Anschein gab, als habe er Flächenbombardierungen schon immer abgelehnt und statt dessen Präzisionsangriffe auf militärische Objekte befürwortet. Der Chef des britischen Luftwaffenstabes war klug genug, auf diesen Trick nicht hereinzufallen und wies das Papier zurück. Zuletzt versuchte der britische Premierminister Clement Attlee 1960 den Eindruck zu erwecken, als habe Luftmarschall Arthur Travers Harris (Bomber-Harris) die Massenvernichtungsstrategie ohne Wissen und Befehl der Regierung im Alleingang durchgeführt. Auch dieser Versuch scheiterte an der Aussage des damals noch lebenden Harris.x(7) Direkt auf die Verantwortung für die Tragödie in Dresden angesprochen, versicherte Churchill: "Ich kann mich an nichts erinnern. Ich dachte, das waren die Amerikaner".x(8) Churchills Kollege Stalin lobte diesen jedoch brieflich unter dem 19.04.43: "Ich freue mich, daß sie beabsichtigen, die Bombenangriffe auf deutsche Städte in ständig wachsendem Umfang fortzusetzen."x(9)

x Selbst die planenden Täter des Luftkriegsverbrechens ereilte bald nach Kriegsende jene bekannte Erinnerungsschwäche, von der Freispruch oder Vergessen erhofft wurde.

Die Opferzahl
Eine exakte Feststellung der Opferzahlen ist heute nicht mehr möglich. Die große Bandbreite der Schätzungen liegt vor allem an der kaum mehr erfaßbaren Zahl von Flüchtlingen aus dem Osten in Dresden während der Angriffe. Der damalige Verwaltungsdirektor der Stadt Dresden gab nach dem Krieg für die Leichenbergung und Personenidentifizierung folgende Resultate an: Es wurden 35 Tsd. Tote voll identifiziert; 50 Tsd. Tote wurden teilweise identifiziert; 168 Tsd. Tote nicht identifiziert.x(10) Dies sind insgesamt 253 Tsd. Opfer. Die eingeäscherten und physisch nicht mehr existenten Leichenkörper sind in dieser Rechnung jedoch ebensowenig enthalten wie solche Verschüttete, die erst bei Bauarbeiten nach Kriegsende in den Trümmern der Keller gefunden wurden. Das deutsche Propaganda-Amt in Dresden gab kurz nach dem Angriff gegenüber Goebels intern etwa 350-400 Tsd. Opfer an. Dieser sprach aber offiziell nur von 40 Tsd. Opfern, um die vom Gegner beabsichtigte Demoralisierung zu vermeiden.x(11) Die Angabe zu den Opferzahlen in Dresden Februar bis Mai 1945 schwankt in der Nachkriegsliteratur zwischen etwa 20.000 und 400.000. Dies liegt wohl auch daran, daß NS-Behörden und einzelne Beamte widersprechende Angaben zu den Opferzahlen verbreiteten; verständlich bei dem Chaos der Katastrophe und angesichts vieler unregistrierter Flüchtlinge. Doch der Unterschied war zuweilen auch einmal eine Null mehr oder weniger, so daß man bewußte Manipulationen annehmen darf.x(12) In ähnlicher Tradition scheint heute jedoch das offizielle Streben nach Minimalzahlen zu stehen. Kleine Tricks schließt dies durchaus mit ein, so z.B. wenn darauf hingewiesen wird, wie viele Dresdner Überlebende nach dem Krieg noch in ihren alten Hausadressen wohnhaft gemeldet gewesen seien.x(13) Dies besagt aber nun wenig, da die hohe Zahl der Todesopfer unstrittig auf die große Zahl von Flüchtlingen in der Stadt zurückzuführen ist, die sämtlich keine Wohnadresse in Dresden behördlich gemeldet hatten, während ursprüngliche Einwohner der Stadt Evakuierungsmöglichkeiten genutzt hatten (besonders Kinder / "Kinderlandverschickung").

x Auch offizielle Vertreter der Opferseite oder ihre anerkannten Literaten fallen auf mit dem Bemühen, ein unbestreitbares Kriegsverbrechen durch Zahlenmassage zu bagatellisieren, während dieselben Stimmen ansonsten und in anderen Fällen doch gerne die Moral betonen: "Schon ein Opfer wäre zuviel gewesen und bedeutet dieselbe Schuld".

Fazit

Bei Auktionen und Versteigerungen zählt das jeweils höchste Gebot. Die Suche nach Höchstgeboten scheint ansonsten auch historiographische Untersuchungen zu bewegenden Themen der Zeitgeschichte zu beflügeln. Der Luftkrieg gegen die Stadt Dresden ist dabei jedoch eine bemerkenswerte Ausnahme. Das oben genannte Zitat steht in einer großen Gruppe von aktuellen Bemühungen, die Zahl der deutschen Bombenopfer herunterzurechnen. Bei genauer Prüfung teilweise detaillierter Beweisführungen zeigt sich, daß auch reduzierte Opferzahlen und Minimalgebote letztlich auf Schätzungen gründen, nur eben auf niedrigem Ansatz.

Belege


x(1)Unverteidigt
Heckmann, Wolf: Bombenkrieg. In: Zentner, Christian (Hrsg.): Das Dritte Reich. Sammeldokumentation zur Zeitgeschichte Bd. 4. Hamburg, o.J., S.378-391, hier S.382.

x(2) Zahlen vom Roten Kreuz
Der Wortlaut im "Report of the Joint Relief Commission of the International Red Cross 1941-1946", Genf 1948, S.104:
"At Dresden, in the Russian Zone, where 275 000 people were reported to have been killed during a bombing attack which lasted three-quarters of an hour, there were 200 suicides every day and the inhabitants were using the bark of trees for food". Diese Opferzahl auch verwendet von Zayas, Alfred M. de: Die Anglo-Amerikaner und die Vertreibung der Deutschen. München 1977, S.217: "Die 'Joint Relief Commission' des IKRK schätzte auf etwa 275.000 Opfer. Andere Schätzungen reichen von 25.000 bis 400.000.". Weitere Berichte über Opferschätzungen in Nawratil, Heinz: Schwarzbuch der Vertreibung 1945-1948. Das letzte Kapitel unbewältigter Vergangenheit. München 5/1999, S.215 f.

x(3) Churchills Luftkrieg
- Directive No. 22 / 04.02.1942:
"Die Anstrengungen sind zu konzentrieren auf die Moral der feindlichen Zivilbevölkerung".
- Directive to Chief of Air Staff / 05.02.1942:
"Ich nehme an, daß es klar ist, daß das Ziel Wohngebiete sind, nicht etwa Schiffswerften oder Flugzeugfabriken."
Zitiert nach Garrett: Ethics and Air Power in World War II, 1993, S.11 laut Leserbrief von Prof. Dr. Gerhard Radnitzky in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 06.07.1996, S.7. Überraschungsziel und schuldiger Winston: Heckmann/Bombenkrieg, a.a.O., S.391.
- Liddell Hart: The Revolution in Warfare, S.98ff.:
"Als Mr. Churchill an die Macht kam, war eine der ersten Entscheidungen seiner Regierung, den Bombenkrieg auf das Nichtkampfgebiet auszudehnen ... die unzivilisierteste Art den Kriegführung, die die Welt seit den Verheerungen durch die Mongolen gesehen hat. ... Die Deutschen hatten vor unserem sechsten Nachtangriff auf Berlin erklärt, daß sie als Vergeltung zu gleicher Handlungsweise übergehen würden, falls wir (Engländer) unsere Nachtangriffe auf Berlin nicht einstellten."
- J.M. Spaight, Principal Assistent Secretary im britischen Luftfahrtministerium:
"Wir haben angefangen, Ziele auf dem deutschen Festland zu bombardieren, bevor die Deutschen begannen, Ziele auf dem britischen Festland zu bombardieren. Das ist eine historische Tatsache." Zitiert nach J.F.C. Fuller: Die entartete Kunst, Krieg zu führen. Köln 1964, S.308.
- Der englische Abgeordnete des Unterhauses Hughes:
"Obwohl die gebräuchliche Verteidigung der britischen Propaganda die war, daß die britischen Flächenbombardierungen lediglich eine Vergeltung für die deutschen Bombenangriffe auf Warschau und Rotterdam gewesen seien, erkennen Spaight und Liddell Hart an, daß zur Zeit des Bombardements dieser beiden Städte deutsche Truppen vor ihren Toren standen. Sie räumten ein, daß diese Bombardierungen 'ein Teil der strategischen Offensive waren', und man sich 'an die Regeln eines Belagerungsbombardements' gehalten habe." Zitiert nach Emrys Hughes: Churchill. Tübingen 1959 S.147.
- Wilhelm Backhaus im Hamburger Abendblatt, 21. September 1963:
"Vor geraumer Zeit erfuhr ich über einen sehr bekannten belgischen Staatsmann, der während des Krieges in London aufs engste mit der britischen Regierung zusammengearbeitet hatte, von einigen lapidaren Äußerungen Winston Churchills in jenen Jahren, die mich zutiefst erschreckten. Der Premierminister war gefragt worden, ob nicht doch bei den Bombardierungen in Deutschland die militärischen Ziele den zivilen vorgezogen werden sollten. In der Version der französischen Sprache des Gewährsmannes hatte Churchills Antwort gelautet: "D'abord le plaisir, aprés le travail' (Zuerst das Vergnügen, dann die Arbeit), womit die Bomber auf die Wohnviertel gelenkt waren."

x(4) Mordverein
Die "Deutsche Illustrierte" vom 21.12.1943 mit einer Fotographie des US-Piloten Kenneth D. Williams, geboren am 16.05.1922, aus US-Charlotte/N.C., damals wohnhaft 1504 Scott Avenue. Williams' Maschine wurde beim Angriff auf Bremen am 26.11.1943 abgeschossen. Laut Zeitungsmeldung hatte er im Verhör bestätigt, daß "Murder Inc." das Motto der ganzen Bomberstaffel war und daß auch andere ihm bekannte Staffeln ähnliche Leitsprüche gewählt hatten. In: Zentner, Ch. (Hrsg.). Das Dritte Reich, a.a.O., Bd. 4, S.119.

x(5) Gesamtopferzahl
Heckmann/Bombenkrieg, a.a.O., S.382. Ergänzungen im Lexikon-Eintrag "Bombenkrieg" in Zentner, a.a.O., Bd. 2, S.352; neue Quelle: Radnitzky/Leserbrief, a.a.O.

x(6) Bratopfer
David Irving zitierte am 13. Februar 1990 anläßlich eines Vortrags zum 45. Jahrestag der Vernichtung von Dresden im Dresdner Kulturpalast Churchill wie folgt:
"Ich möchte keine Vorschläge haben, wie wir kriegswichtige Ziele im Umland von Dresden zerstören können, ich möchte Vorschläge haben, wie wir 600.000 Flüchtlinge aus Breslau in Dresden braten können." Dies deckt sich mit entsprechenden Dienstanweisungen, die Churchill 1942 erließ.
David Irving: Der Untergang Dresdens. Gütersloh 1968 S.193:
"Aber die Feuerstürme über Dresden mit sechshundert tausend Flüchtlingen in seinen Mauern tobten noch unvermindert, da ließ Churchill seine Bomberbesatzungen, welche erst um neun Uhr ins Bett gekommen waren, um 15 Uhr wieder wecken. Die Besatzung der 1. Bomberflotte erhielt folgenden Befehl: 'Heute Nacht ist Chemnitz Ihr Ziel. Wir greifen die Flüchtlinge an, die sich besonders nach dem Angriff auf Dresden in der letzten Nacht dort sammeln.' Entsprechend an die III. Bomberflotte: 'Chemnitz ist eine Stadt, etwa sechzig Kilometer westlich von Dresden und ein viel kleineres Ziel. Sie fliegen heute dorthin, um alle Flüchtlinge zu töten, die aus Dresden entkommen sein mögen. Sie werden die gleichen Bombenladungen mitnehmen, und wenn der Angriff heute Nacht ebenso erfolgreich ist, wie der gestrige, werden Sie der russischen Front nicht mehr viele Besuche abstatten.' "

x(7) Sündenböcke
Heckmann/Bombenkrieg, a.a.O., S.391.
- Luftmarschall Harris während des Krieges:
"Heute Nacht werden wir Dresden angreifen, Gentlemen; ich selbst kann keinen Grund für diesen Angriff einsehen, aber er ist mir mit höchster Dringlichkeitsstufe befohlen worden." Zitiert nach Erich Kern: Verbrechen am deutschen Volk. Göttingen 1964 S.153.
- Harris allerdings nach dem Krieg:
"Ich würde nicht zögern, das gleiche noch einmal zu tun ... Ich habe keine Geduld mit Leuten, die Mitleid mit den 'armen Deutschen' empfinden." Zitiert nach Franz Scheidl: Geschichte der Verfemung Deutschlands. Wien o.J. Bd. VI., S.286.

x(8) Vergeßlicher Churchill
Rose: Churchill, The Unruly Giant. 1994, S.338. Zitiert in: Leserbrief von Prof. Dr. Gerard Radnitzky in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 06.07.1996, S.7.

x(9) Erfreuter Stalin
Bergander, Götz: Dresden im Luftkrieg. Vorgeschichte - Zerstörung - Folgen. Würzburg 1998, S.289.

x(10) Bergungsresultat
Erhard Mundra, Mitglied im Vorstand des 'Bautzen-Komitee e.V.' am 12.2.1995 in der Tageszeitung "Die Welt" S.8:
"Laut einer Mitteilung des ehemaligen Generalstabsoffiziers des Verteidigungsbereiches Dresden, Oberstleutnant der Bundeswehr a.D. Matthes, seinerzeit Verwaltungsdirektor der Stadt Dresden, wurden 35.000 Tote voll, 50.000 teilweise und 168.000 Tote nicht identifiziert."

x(11) Zahlenpoker
Tageszeitung Die Welt, 3.3.1995, S.8:
"... Das Gebiet, in dem der Feuersturm wütete, verschonte in Dresden auf 15 Quadaratkilometer dichtbebauter innenstädtischer Fläche kein einziges Haus. Es wurde durch 650.000 Brandbomben entfacht und tobte zwei Tage und zwei Nächte. Im Stadtzentrum brannte der Asphalt. Der Orkan war noch am folgenden Tag so stark, daß ihn ein türkischer Student sogar auf der Elbbrücke zu spüren bekam: ‘Über der Elbe herrschte ein gewaltiger Hurrikan, verursacht durch die Brände. Wir mußten auf der Elbbrücke, uns an den Gitter festhaltend, auf dem Boden kriechen, um nicht von den Wirbelwinden aufgesaugt zu werden ... So sprach Goebbels beschwichtigend von 40.000 Toten in Dresden, obwohl ihm angeblich ein Bericht des stellvertretenden Leiters des Propaganda-Amtes in Dresden vorlag, in dem von 350.000 bis 400.000 Opfer die Rede war ... Auch nach dem Krieg standen übergeordnete politische Interessen einer objktiven Ermittlung der Opferbilanz häufig entgegen. Hohe Totenzahlen störten das Konzept der Versöhnung ... Die Auslegung erscheint naiv, die Nazipropaganda habe ein Interesse daran gehabt, überhöhte Zahlen in Umlauf zu bringen ... Da es doch das erklärte Ziel des alliierten Bombenkrieges war, die Moral der Zivilbevölkerung zu brechen, hätte eine ‘Propaganda’, die mit überhöhten Verlustzahlen arbeitet, die beabsichtigte Wirkung der Luftangriffe nur noch erhöht."

x(12) Frühe Manipulation
Bergander, Götz: Dresden im Luftkrieg, a.a.O., S.220f.
(13) Detailgenaue Tendenz
Bergander in einer früheren Publikation (Bildband) mit Ablichtung von Meldezetteln. Dieser Versuch zeigt eine Tendenz in der Sache, die zwar die Ergebnisse seine Detailstudien nicht infragestellt, wohl aber den bewertenden Ansatz.
Veröffentlichung: Mai 2000
+Nr.18: Mächtig holoNr.20: Wilde Schweden+
 
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