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Nr.29: Toller Rand

Religionsgeschichte: Toleranz des Islam 7.-11. Jh.

Nominierung

Thema: Religionsgeschichte: Toleranz im Islam
Quellen:
a) Fachbuch: Islam at the Crossroads, London 1923, S.8 (abdallah.freeyellow.com/page2.html);
b) Netzseite: Was sagt der Islam zu Krieg und Frieden? (www.enfal.de/krieg.htm)
Urheber: a) De Lacy O´ Leary; b) Islamisches Zentrum, D 80939 München

Aussagen

a) "Die Geschichte macht es jedoch deutlich, daß die Legende von den fanatischen Muslimen, die durch die Welt stürmen und dem Islam die Charakterzüge des Schwertes über die eroberten Rassen aufzwingen, die launischste und absurdeste Erfindung ist, die die Geschichtsschreiber je weiter verbreitet haben."

b) "Das Wort Islam, ins Deutsche übertragen, bedeutet: Friedenmachen. Der Islam versteht sich als die Religion und Lebensweise des Friedenmachens. ... Ein Mensch, der dies verwirklichen will, ist Muslim, d.h. "einer, der Frieden macht. ..." Nun fragt man sich vielleicht: Wie paßt das zusammen mit dem "Heiligen Krieg"? Die Antwort darauf ist sehr einfach: Der "Heilige Krieg" hat nichts mit dem Islam zu tun. Dieser Begriff kommt im Koran, der Heiligen Schrift des Islam, überhaupt nicht vor. Er ist dem Islam fremd. Ursprünglich stammt dieser Begriff wohl aus dem Mittelalter, der Zeit der Kreuzzüge,..."

Die Frage ist also, welche Haltung in der islamischen Kultur gegenüber Andersgläubigen und zum Krieg bestand und welche Verbindungen zwischen seiner Theologie und seiner geschichtlichen Entwicklung erkennbar sind. Dazu wird hier anhand des Begriffs Frauen ein kurzer Exkurs zum Menschenbild unternommen, anschließend Ungläubige und Krieg in stichprobenartigen Koranzitaten und Geschichte betrachtet.

Tatsachen

Mohammed und Ali, persische Miniatur um 1307
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Hintergrund
Der Islam stützt sich ideell auf Lehren und Leben des Stifters Mohammed, niedergelegt im Koran und den Sira, Lebensbeschreibungen. Der Koran, eigentlich Qur´an (= Vor-Lesung), gilt seinen Gläubigen als eine Offenbarung von himmlischen Mächten. Deshalb sei nicht der in Mekka geborene Kaufmannssohn Abul-Kasim ibn Abd Allah, genannt "Muhammad" (570-632) der Stifter des Islam sondern Gott selbst. Über die Autorenschaft des Koran gibt es auch im Islam unterschiedliche Ansichten (Gott / Engel / Mohammed / Sammlung von Textstücken verschiedener Anhänger durch Nachfolger).
Ungeklärt ist, ob der als Hirte und Karawanenführer aufgewachsene Mohammed des Schreibens und Lesens überhaupt mächtig war. Die Familie war mit dem Schutz einer der vielen paganen arabischen Heiligtümer in Mekka beauftragt (Ka´aba/Schwarzer Meteorstein), nach dem frühen Tod des Vaters jedoch verarmt. Mohammed wuchs unter seinem Onkel auf. Seine religionsphilosophische Leistung ist vor allem die Einführung des Monotheismus in den arabischen Pantheismus, der allerdings schon einen Götter-Chef "Allah" kannte. Die Gedanken im Koran wurden z.T. aus früheren Religionsschriften übernommen, z.B. Altes und Neue Testament einschließlich apokrypher und rabbinischer Bücher, aus dem persischen Zarathustra (Zoroaster) sowie arabischen paganen Religionstraditionen.x(1)
Der Koran wurde später ergänzt durch weitere theologische Schriften wie den ersten Kommentar, genannt Hadith (= Mitteilung/Überlieferung), später durch die Sunna, Überlieferung von Worten Mohammeds. Der Islam zerfiel früh in Glaubensrichtungen, z.B. Sunniten, Shi´iten / Schlacht von Kerbela 680, die gegenseitig in der Anerkennung nachkoranischer Schriften und Rechtsbräuchen nicht übereinstimmen. Zusätzliche Spaltung bis hin zu innerislamischen Bürgerkriegen und Meuchelmorden, z.B. die Ermordung Alis, brachten Herrschaftsentwicklungen wie z.B. die der Fatimiden, die sich auf Fatima berufen, Tochter Mohammeds, und die der Abbasiden, die sich auf Mohammeds Onkel Abbas berufen.

x Der Islam besteht aus verschiedenen, auch gegeneinander streitenden Konfessionen und Herrschaftszentren mit unterschiedlichen religiösen Auffassungen. Der im 7. Jahrhundert zusammengestellte Koran ist die älteste gemeinsame Grundlage und wird zurecht als zentraler Beurteilungsfaktor für Fragen an die Merkmale dieser Kultur genannt.

xKorantexte
In der deutschen Forschung wird derzeit die jüngere und als zuverlässiger geschätzte Übersetzung des Koran von Rudi Paret bevorzugt. Mangels Zugänglichkeit im Netz wird hier eine nicht näher deklarierte deutsche Übersetzung verwendet, die nebst anderen Sprachfassungen vom Verband islamischer Studenten an der Oregon-Universität (USA) zur Verfügung gestellt wird. Sie zeigt vermutlich eine von muslimischen Religionsangehörigen erwünschte Lesart, die über diese Kultur aus eigener Sicht Auskunft gibt und nicht aus der Deutung ihr fern oder skeptisch Gegenüberstehenden.
(www.orst.edu/groups/msa/quran/index_g.html)
Die heutige Textgestalt des Koran ist nach verbreiteter Auffassung Resultat einer Redaktionsarbeit nach dem Tod des Propheten durch Zaid ibn Thabit auf Anweisung des ersten Kalifen Abu Bekr (Bakr, 573-634). Neuere Darstellungen berichten, daß der dritte Kalif Othman ibn Affan (Uthman, 574-656) um 653 diese Textredaktion in Buchform (al-Kitab) veranlaßte, um die Macht der Koranleser (Qurra) zu brechen.
Das Arabisch des Urtextes ist nach allgemeiner Auffassung von hoher lyrisch-dichterischer Qualität und beeinflußte die weitere Entwicklung dieser Sprache. Die logische Stringenz ist hingegen schwach entwickelt. Trotz Einteilung in Themen in 114 Kapitel (Suren) ist der Inhalt jeweils eine relativ wahllose Gedankensammlung mit weiten Themensprüngen. Sure 4 (www.orst.edu/groups/msa/quran/quran_g/4.html) über Frauen etwa schwimmt rasch ab in Urteile über Ungläubige und Juden, sowie Anweisungen zu Krieg und Blutrache. Die Erzählperspektive ist der Pluralis Majestatis, was sagen soll, Gott selbst spreche dort. Die ständig wiederholte Leitaussage ist, daß alle Ungläubigen zu ewiger Strafe und Hölle verdammt seien. Bis Sure 66 besteht der Koran überwiegend aus gesellschaftspolitischen Aussagen, ab dann aus kürzeren Versgedichten mystischer Gesichte.

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2.223. Eure Frauen sind euch ein Acker; so naht eurem Acker, wann und wie ihr wollt, und sendet etwas voraus für euch; und fürchtet Allah und wisset, daß ihr Ihm begegnen werdet; und bringe frohe Botschaft den Gläubigen.

2.228. Und die geschiedenen Frauen sollen in bezug auf sich selbst drei
Reinigungen zuwarten; und es ist ihnen nicht erlaubt, das zu verhehlen, was
Allah in ihrem Schoß erschaffen hat, wenn sie an Allah und an den Jüngsten Tag glauben; und ihre Gatten haben das größere Recht, sie währenddessen
zurückzunehmen, wenn sie eine Aussöhnung wünschen. Und wie die Frauen Pflichten haben, so haben sie auch Rechte, nach dem Brauch; doch haben die Männer einen gewissen Vorrang vor ihnen; und Allah ist allmächtig, allweise.

2.229. Solche Trennung darf zweimal (ausgesprochen) werden; dann aber gilt, sie (die Frauen) entweder auf geziemende Art zu behalten oder in Güte zu entlassen. Und es ist euch nicht erlaubt, irgend etwas von dem, was ihr ihnen gegeben habt, zurückzunehmen, es sei denn beide fürchten, sie könnten die Schranken Allahs nicht einhalten. Fürchtet ihr aber, daß sie die Schranken Allahs nicht einhalten können, so soll für sie beide keine Sünde liegen in dem, was sie als Lösegeld gibt. Das sind die Schranken Allahs, also übertretet sie nicht; die aber die Schranken Allahs überteten, das sind die Ungerechten.

2.232. Und wenn ihr euch von den Frauen scheidet und sie erreichen das Ende ihrer Wartefrist, dann hindert sie nicht daran, ihre Gatten zu heiraten, wenn sie miteinander auf geziemende Art einig geworden sind. Das ist eine Mahnung für den unter euch, der an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt. Es ist segensreicher für euch und lauterer; und Allah weiß, ihr aber wisset nicht.

2.236. Es soll euch nicht als Sünde angerechnet werden, wenn ihr euch von Frauen scheidet, dieweil ihr sie nicht berührt noch eine Morgengabe für sie ausgesetzt habt. Doch versorget sie - der Reiche nach seinem Vermögen und der Arme nach seinem Vermögen -, eine Versorgung, wie es sich gebührt, eine Pflicht den Rechtschaffenen.

2.241. Und (auch) für die geschiedenen Frauen soll eine Versorgung vorgesehen werden nach Billigkeit - eine Pflicht den Gottesfürchtigen.

4.3. Und wenn ihr fürchtet, ihr würdet nicht gerecht gegen die Waisen handeln, dann heiratet Frauen, die euch genehm dünken, zwei oder drei oder vier; und wenn ihr fürchtet, ihr könnt nicht billig handeln, dann (heiratet nur) eine oder was eure Rechte besitzt. Also könnt ihr das Unrecht eher vermeiden.

4.4. Und gebt den Frauen ihre Morgengabe gutwillig. Erlassen sie euch aber aus freien Stücken einen Teil davon, so genießt ihn als etwas Erfreuliches und Bekömmliches.

4.7. Den Männern gebührt ein Anteil von dem, was Eltern und nahe Anverwandte hinterlassen; und den Frauen gebührt ein Anteil von dem, was Eltern und nahe Anverwandte hinterlassen, ob es wenig sei oder viel - ein bestimmter Anteil.

4.11. Allah verordnet euch in bezug auf eure Kinder: ein Knabe hat so viel als Anteil wie zwei Mädchen; sind aber (bloß) Mädchen da, und zwar mehr als zwei, dann sollen sie zwei Drittel seiner (des Verstorbenen) Erbschaft haben; ist's nur eines, so hat es die Hälfte. Und für seine Eltern ist je ein Sechstel der Erbschaft, wenn er ein Kind hat; hat er aber kein Kind und seine Eltern sind seine Erben, dann soll seine Mutter ein Drittel haben; und wenn er Geschwister hat, dann soll seine Mutter ein Sechstel erhalten, nach allen etwa von ihm gemachten Vermächtnissen oder Schulden. Eure Eltern und eure Kinder: ihr wißt nicht, wer von ihnen euch an Nutzen näher steht Eine Verordnung von Allah - wahrlich, Allah ist allwissend, allweise.

4.12. Und ihr habt die Hälfte von dem, was eure Frauen hinterlassen, falls sie kein Kind haben; haben sie aber ein Kind, dann habt ihr ein Viertel von ihrer
Erbschaft, nach allen etwa von ihnen gemachten Vermächtnissen oder Schulden. Und sie haben ein Viertel von eurer Erbschaft, falls ihr kein Kind habt; habt ihr aber ein Kind, dann hat sie ein Achtel von eurer Erbschaft, nach allen etwa von euch gemachten Vermächtnissen oder Schulden. Und wenn es sich um eine Person handelt - männlich oder weiblich -, deren Erbschaft geteilt werden soll, und sie hat weder Eltern noch Kinder, hat aber einen Bruder oder eine Schwester, dann haben diese je ein Sechstel. Sind aber mehr (Geschwister) vorhanden, dann sollen sie sich in ein Drittel teilen zu (gleichen) Teilen, nach allen etwa gemachten Vermächtnissen oder Schulden, ohne Beeinträchtigung - eine Vorschrift von Allah, und Allah ist allwissend, milde.

4.15. Und wenn welche von euren Frauen Unziemliches begehen, dann ruft vier von euch als Zeugen gegen sie auf; bezeugen sie es, dann schließet sie in die Häuser ein, bis der Tod sie ereilt oder Allah ihnen einen Ausweg eröffnet.

4.19. O die ihr glaubt, es ist euch nicht erlaubt, Frauen gegen [ihren] Willen zu beerben; noch sollt ihr sie widerrechtlich zurückhalten, um (ihnen) einen Teil von dem wegzunehmen, was ihr ihnen gabt, es sei denn, sie hätten offenbare Schändlichkeit begangen; und geht gütig mit ihnen um. Wenn ihr eine Abneigung gegen sie empfindet, wer weiß, vielleicht empfindet ihr Abneigung gegen etwas, worein Allah aber viel Gutes gelegt hat.

4.20. Und wenn ihr eine Frau gegen eine andere tauschen möchtet und habt der einen bereits einen Schatz gegeben, so nehmt nichts davon zurück. Möchtet ihr es etwa durch Lüge und offenbare Sünde zurücknehmen?

4.23. Verboten sind euch eure Mütter und eure Töchter und eure Schwestern, eures Vaters Schwestern und eurer Mutter Schwestern, die Bruderstöchter und die Schwestertöchter, eure Nährmütter, die euch gesäugt, und eure Milchschwestern, und die Mütter eurer Frauen und eure Stieftöchter - die in eurem Schutze sind - von euren Frauen, denen ihr schon beigewohnt; doch wenn ihr ihnen noch nicht beigewohnt habt, dann soll's euch keine Sünde sein. Ferner dir Frauen eurer Söhne, die von euren Lenden sind; auch daß ihr zwei Schwestern gleichzeitig habt, außer das sei bereits geschehen; wahrlich, Allah ist allverzeihend, barmherzig.

4.25. Und wer von euch es sich nicht leisten kann, freie, gläubige Frauen zu
heiraten: dann was eure Rechte besitzt, nämlich eure gläubigen Kriegsgefangenen. Und Allah kennt euren Glauben am besten. Die einen von euch sind von den andern; so heiratet sie mit Erlaubnis ihrer Herren und gebt ihnen ihre Morgengabe nach Billigkeit, wenn sie keusch sind, nicht Unzucht treiben noch insgeheim Liebhaber nehmen. Und wenn sie, nachdem sie verheiratet sind, der Geilheit schuldig werden, dann sollen sie die Hälfte der Strafe erleiden, die für freie Frauen vorgeschrieben ist. Das gilt für den unter euch, der sich vor der Sünde fürchtet. Daß ihr euch aber zurückhaltet, ist besser für euch; und Allah ist allverzeihend, barmherzig.

4.32. Und begehrt nicht das, womit Allah die einen von euch vor den andern ausgezeichnet hat. Die Männer sollen ihren Anteil erhalten nach ihrem Verdienst, und die Frauen sollen ihren Anteil erhalten nach ihrem Verdienst. Und bittet Allah um Seine Huld. Wahrlich, Allah hat vollkommene Kenntnis von allen Dingen.

4.34. Die Männer sind die Verantwortlichen über die Frauen, weil Allah die einen vor den andern ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, ermahnt sie, laßt sie allein in den Betten und straft sie. Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht keine Ausrede gegen sie; Allah ist hoch erhaben, goß.

4.127. Und sie fragen dich um Belehrung über die Frauen. Sprich: «Allah hat euch Belehrung über sie gegeben. Und das, was euch in dem Buch vorgetragen wird, betrifft die Waisenmädchen, denen ihr nicht gebt, was für sie vorgeschrieben ist, und die ihr doch zu heiraten wünscht, und die Schwachen unter den Kindern - und daß ihr Billigkeit gegen die Waisen übt. Und was ihr Gutes tut, fürwahr, Allah weiß es wohl.»

4.128. Und wenn eine Frau von ihrem Ehemann rohe Behandlung oder Gleichgültigkeit befürchtet, so soll es keine Sünde für sie beide sein, wenn sie sich auf geziemende Art miteinander versöhnen; denn Versöhnung ist das Beste. Die Menschen sind der Gier zugänglich. Tut ihr jedoch Gutes und seid gottesfürchtig, dann ist Allah kundig eures Tuns.

4.129. Und ihr könnt kein Gleichgewicht zwischen (euren) Frauen halten, so sehr ihr es auch wünschen möget. Aber neigt euch nicht gänzlich (einer) zu, also daß ihr die andere gleichsam in der Schwebe lasset. Und wenn ihr es wiedergutmacht und recht handelt, dann ist Allah allverzeihend, barmherzig.

4.176. Sie fragen dich um Belehrung. Sprich: «Allah belehrt euch über Kalála: Wenn ein Mann stirbt und kein Kind hinterläßt, aber eine Schwester hat, dann soll sie die Hälfte von seiner Erbschaft haben; und er soll sie beerben, wenn sie kein Kind hat. Sind aber zwei Schwestern da, dann sollen sie zwei Drittel von seiner Erbschaft haben. Und wenn sie Brüder und Schwestern sind, dann sollen die männlichen (Erben) den Anteil von zwei weiblichen erhalten. Allah macht euch das klar, damit ihr nicht irrt; und Allah weiß alle Dinge wohl.»

24.23. Diejenigen, welche züchtige, ahnungslose, gläubige Frauen verleumden, sind verflucht hienieden und im Jenseits. Ihrer harrt schwere Strafe

24.4. Und diejenigen, die züchtige Frauen verleumden, jedoch nicht vier Zeugen beibringen - geißelt sie mit achtzig Streichen und lasset ihre Aussage niemals gelten, denn sie sind es, die ruchlose Frevler sind.

65.1. O Prophet! wenn ihr euch von Frauen trennt, so trennt euch von ihnen für ihre vorgeschriebene Frist, und berechnet die Frist; und fürchtet Allah, euren Herrn. Vertreibt sie nicht aus ihren Häusern, noch sollen sie (selbst) fortgehen, es sei denn, sie begehen offenkundige Unsittlichkeit. Das sind die Schranken Allahs; und wer Allahs Schranken übertritt, der sündigt wider sich selbst. Du weißt nicht, vielleicht wird Allah späterhin etwas Neues geschehen lassen.

65. 2. Dann, wenn ihre Frist um ist, nehmt sie in Güte zurück oder trennt euch in Güte von ihnen und rufet zwei rechtliche Leute aus eurer Mitte zu Zeugen; und laßt es ein wahrhaftiges Zeugnis vor Allah sein. Das ist eine Mahnung für den, der an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt. Und dem, der Allah fürchtet, wird Er einen Ausweg bereiten, (...)

Koran: Frauen
Nach verbreiteter westlicher Sicht werde der Frau im Islam keine Seele zugesprochen. In diesem Sinne findet man zuweilen fragwürdige Verallgemeinerungen von einzelnen Schicksalen aus parteiischer Sicht (US-Film "Nicht ohne meine Tochter", Fall Mahmoody imdb.com/Title?0102555). Doch der Koran billigt Frauen verschiedene Schutz- und Selbstbestimmungsrechte zu (Zit-1, 2.229-241 / 4.32 / 4.34 / 24.4 / 24.23 / 65.1-2). Andererseits gibt es Suren, die wenig Respekt zeigen. Männer sind grundsätzlich bevorzugt (Zit-1, 2.228 / 4.11 / 4.34 / 4.176), nur sie haben das Recht auf Polygamie (Zit-1, 4.3 / 4.129) und können ihre Frauen "austauschen" wie gebrauchte Hemden (Zit-1, 4.20). Frauen unter muslimischen Kriegsgefangenen sind für den gläubigen Sieger ein Besitz, den er sich nehmen kann (Zit-1, 4.25). Auch Ehefrauen sind wie ein Acker, der dem Sämann zur Verfügung steht (Zit-1 2.223). Eine Anweisung über die Behandlung ehebrüchiger Frauen: "dann schließet sie in die Häuser ein, bis der Tod sie ereilt oder Allah ihnen einen Ausweg eröffnet." (Zit-1, 4.15). Eine analoge Vorschrift für ehebrüchige Männer bietet der Koran nicht. Soweit muslimische Darstellungen die Frauenfrage behandeln, wird zumeist nur auf die Frauenrechte im Koran hingewiesen und keine Gesamtbeurteilung ermöglicht oder nach der gesellschaftlichen Realität gefragt.

x Wie zu anderen Themen auch ist der Koran eine uneinheitliche Mixtur aller möglichen Aussagen. Frauen haben zwar nach dem Koran Persönlichkeitsrechte, aber nicht die gleichen wie Männer. Die Alltagspraxis in islamischen Ländern weicht zusätzlich vom Koran ab. Menschenrechtsbegriff und Menschenbild des Islam sind abweichend von dem in westlicher Kultur.

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3.28. Die Gläubigen sollen sich nicht Ungläubige zu Freunden nehmen vor den Gläubigen - und wer das tut, hat nichts mit Allah -, es sei denn, daß ihr euch vorsichtig vor ihnen hütet. Allah warnt euch vor Seiner Strafe, und zu Allah ist die Heimkehr.

3.56. Was nun die Ungläubigen anlangt, so will Ich ihnen strenge Strafe auferlegen in dieser und in jener Welt, und sie sollen keine Helfer finden.

3.91. Die aber ungläubig waren und als Ungläubige sterben, von ihrer keinem soll selbst eine Weltvoll Gold angenommen werden, auch wenn er es als Lösegeld bietet. Sie sind es, denen schmerzliche Strafe wird, und keine Helfer sollen sie finden.

4.144. O die ihr glaubt, nehmt euch keine Ungläubigen zu Freunden vor den Gläubigen. Wollt ihr wohl Allah einen offenkundigen Beweis gegen euch selbst geben?

4.150. Die an Allah und Seine Gesandten nicht glauben und einen Unterschied machen möchten zwischen Allah und Seinen Gesandten und sagen: «Wir glauben an die einen und verwerfen die anderen», und einen Weg zwischendurch einschlagen möchten:

4.151. Sie sind die wahren Ungläubigen, und den Ungläubigen haben Wir schmähliche Strafe bereitet.

7.37. Wer ist wohl frevelhafter als der; der eine Lüge wider Allah erdichtet oder Seine Zeichen der Lüge zeiht? Diesen soll das ihnen bestimmte Los werden, bis Unsere Boten zu ihnen kommen, ihnen den Tod zu bringen; sie werden sprechen: «Wo ist nun das, was ihr statt Allah anzurufen pflegtet?» Jene werden antworten: «Wir können sie nicht finden»; und sie werden gegen sich selbst Zeugnis ablegen, daß sie Ungläubige waren.

8.35. Und ihr Gebet vor dem Haus (Kaba) ist nichts anderes als Pfeifen und Händeklatschen. «Kostet denn die Strafe, weil ihr ungläubig wart.»

9.17. Den Götzendienern steht es nicht zu, die Moscheen Allahs zu erhalten, solange sie gegen sich selbst zeugen durch den Unglauben. Sie sind es, deren Werke umsonst sein sollen und im Feuer müssen sie bleiben.

9.23. O die ihr glaubt, nehmt nicht eure Väter und eure Brüder zu Freunden, wenn sie den Unglauben dem Glauben vorziehen. Und die von euch sie zu Freunden nehmen - das sind die Ungerechten.

9.80. Bitte für sie um Verzeihung oder bitte nicht um Verzeihung für sie; ob du auch siebzigmal für sie um Verzeihung bittest, Allah wird ihnen niemals verzeihen. Dies, weil sie nicht an Allah und an Seinen Gesandten glaubten. Und Allah weist dem treulosen Volk nicht den Weg.

9.97. Die Wüstenaraber sind die allerverstocktesten in Unglauben und Heuchelei und sind eher dazu geneigt, die Vorschriften nicht zu kennen, die Allah Seinem Gesandten offenbart hat. Und Allah ist allwissend, allweise.

16.106. Wer Allah verleugnet, nachdem er geglaubt - den allein ausgenommen, der gezwungen wird, indes sein Herz im Glauben Frieden findet - jene aber, die ihre Brust dem Unglauben öffnen, auf ihnen ist Allahs Zorn; und ihnen wird eine strenge Strafe.

47.34. Wahrlich, jene, die ungläubig sind und die abwendig machen von Allahs Weg und dann als Ungläubige sterben - ihnen wird Allah gewiß nicht verzeihen.

58.5. Diejenigen, die sich Allah und Seinem Gesandten widersetzen, die werden gewiß erniedrigt werden, eben wie die vor ihnen erniedrigt wurden; denn Wir haben bereits deutliche Zeichen herniedergesandt. Und den Ungläubigen wird eine schmähliche Strafe.

57.15. So soll heute kein Lösegeld von euch angenommen werden, noch von den Ungläubigen. Euer Aufenthalt ist das Feuer; das ist euer Hort. Und eine schlimme Bestimmung ist es!»

59.21. Hätten Wir diesen Koran auf einen Berg herabgesandt, du hättest gesehen, wie er sich demütigte und sich spaltete aus Furcht vor Allah. Solche Gleichnisse stellen Wir für die Menschen, auf daß sie sich besinnen.

63.6. Es ist ihnen gleich, ob du für sie um Verzeihung bittest oder nicht für sie um Verzeihung bittest. Allah wird ihnen nie verzeihen; Allah weist dem widerspenstigen Volk nicht den Weg.

71.26-27. Und Noah sprach: «Mein Herr, laß im Lande (auch) nicht einen einzigen von den Ungläubigen; Denn wenn Du sie lässest, so werden sie nur Deine Diener verführen und werden nur eine tief frevlerische (Nachkommenschaft) von hartnäckigen Ungläubigen zeugen.

72.23. (Mein Amt ist) nur die Übermittlung (der Offenbarung) von Allah und Seiner Botschaften.» Und die sich Allah widersetzen und Seinem Gesandten, für die ist das Feuer der Hölle, darin sie bleiben sollen auf lange Zeit.

80.40-42. Und andere Gesichter, an jenem Tage, werden staubbedeckt sein, Finsternis wird sie verhüllen. Das sind die Ungläubigen, die Frevler.

88.21-24. Ermahne drum; denn du bist nur ein Ermahner; Du bist nicht Wächter über sie. Jener aber, der sich abkehrt und im Unglauben verharrt, Ihn wird Allah mit der schwersten Strafe strafen.

98.6. Wahrlich, jene, die ungläubig sind unter dem Volk der Schrift (Christen/Juden) und den Götzendienern, werden im Feuer der Hölle sein, um darin zu bleiben. Sie sind die schlechtesten Geschöpfe.

Toller Rand: Schriftseite aus dem Koran
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Koran: Ungläubige
Wegen Mohammeds persönlichen Erfahrungen und seinen Kämpfen mit dem arabischen Paganismus sind mit Ungläubigen zunächst wohl solche arabischen Polytheisten gemeint, wörtlich: "verstockte Wüstenaraber" (Zit-2, 9.97). Zwar fallen Verdammung und Höllenfeuer für Ungläubige in die Zuständigkeit Allahs (Zit-2, 88.21-24), doch der Gläubige hat den Auftrag, Allah zu gefallen. Er soll für ihn streiten "mit seinem Gut und seinem Blut" (Zit-4, 61.11). Insofern sind muslimische Kriegstaten gegen Andersgläubige deckungsgleich mit Gottes Taten: "Was ihr umgehauen habt an Palmen oder auf ihren Wurzeln stehen ließet, es geschah mit Allahs Erlaubnis und damit Er die Übertreter in Schmach stürze" (Zit-4, 59.5-7, analog auch Zit-3, 59.2-3). Es fügt sich glücklich, daß man dabei auch noch Beute machen kann (Zit-4, 8.69). Keine Freundschaft sei Muslimen erlaubt mit Ungläubigen: "O die ihr glaubt, nehmt euch keine Ungläubigen zu Freunden vor den Gläubigen. Wollt ihr wohl Allah einen offenkundigen Beweis gegen euch selbst geben?" (Zit-2, 4.144 / analog -3.28). Es ist nicht nur die schlechte Tat, der "Frevel", dessentwegen Menschen im Koran verdammt werden, sondern auch ihre Meinung und Ansicht, ihr Glaube.
Schon Zweifel daran, daß Muslime in göttlichem Auftrag handeln, beweist den Ungläubigen: "Die an Allah und Seine Gesandten nicht glauben und einen Unterschied machen möchten zwischen Allah und Seinen Gesandten ... Sie sind die wahren Ungläubigen, und den Ungläubigen haben Wir schmähliche Strafe bereitet." (Zit-2, 4.150-151) Solch vage und Muslimen zustehende Definition kann im Prinzip auf jeden zutreffen, auch auf die nachfolgend zu nennenden Juden und Christen, die im Koran eine Sonderstellung einnehmen. Das Gebet der Ungläubigen "... vor dem Haus ist nichts anderes als Pfeifen und Händeklatschen. Kostet denn die Strafe, weil ihr ungläubig wart." (Zit-2, 8.35) Dem Muslim verzeiht der "allvergebende und barmherzige Allah" sehr viel (Ohne Zitat die Suren 2.160 / 3.31 / 24.22 / 26.82 / 57.28), nicht so dem Ungläubigen (Zit-2, 47.34 / analog -9.80 / fast wortgleich -63.6). Deshalb sollen selbst nächste Verwandte und Angehörige verstoßen werden, wenn sie Ungläubige sind (Zit-2, 9.23). Ungläubige, die Allah und seine Zeichen Lüge nennen, "... soll das ihnen bestimmte Los werden, bis Unsere Boten zu ihnen kommen, ihnen den Tod zu bringen" (Zit-2, 7.37) Da man nach üblicher Lebenserfahrung eher Menschen als Engeln begegnet, werden Todesboten für Menschen wohl Menschen sein, was in dieser Sure auch als Kampfauftrag an Korangläubige gelesen werden kann.

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2.62. Wahrlich, die Gläubigen und die Juden und die Christen und die Sabäer - wer immer (unter diesen) wahrhaft an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag und gute Werke tut -, sie sollen ihren Lohn empfangen von ihrem Herrn, und keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie trauern.

2.87. Wir gaben Moses fürwahr das Buch und ließen Gesandte folgen in seinen Fußstapfen; und Jesus, dem Sohn der Maria, gaben Wir offenkundige Zeichen und stärkten ihn mit dem Geiste der Heiligkeit. Wollt ihr denn, jedesmal da ein Bote zu euch kommt mit dem, was ihr selbst nicht wünschet, hoffärtig sein und einige als Lügner behandeln und andere erschlagen?

2.113. Die Juden sagen: «Die Christen fußen auf nichts» und die Christen sagen: «Die Juden fußen auf nichts», obwohl sie doch (beide) die Schrift lesen. So, gleich ihrer Rede, sprachen schon die, die keine Kenntnis hatten. Allah aber wird richten unter ihnen am Tage der Auferstehung über das, worin sie uneinig sind.

2.120. Und weder die Juden werden mit dir zufrieden sein noch die Christen, es sei denn, du folgst ihrem Glauben. Sprich: «Allahs Führung allein ist die Führung.» Und wenn du nach der Kenntnis, die dir zuteil geworden, ihren bösen Gelüsten folgst, so wirst du bei Allah weder Freund noch Helfer finden.

2.135. Und sie sprechen: «Werdet Juden oder Christen, auf daß ihr rechtgeleitet seiet.» Sprich: «Nein, (folget) dem Glauben Abrahams, des Aufrichtigen; er war keiner der Götzendiener.»

2.136. Sprecht: «Wir glauben an Allah und was zu uns herabgesandt worden, und was herabgesandt ward Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und (seinen) Kindern, und was gegeben ward Moses und Jesus, und was gegeben ward (allen andern) Propheten von ihrem Herrn. Wir machen keinen Unterschied zwischen ihnen; und Ihm ergeben wir uns.»

2.140. Oder wollt ihr sagen, Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und (seine) Kinder waren Juden oder Christen?» Sprich: «Wißt ihr es besser oder Allah?» Und wer ist ungerechter, als wer das Zeugnis verhehlt, das er von Allah hat? Und Allah ist nicht achtlos eures Tuns.

2.253. Jene Gesandten haben Wir erhöht, einige über die andern: darunter sind die, zu denen Allah sprach; und einige hat Er erhöht um Rangstufen. Und Wir gaben Jesus, dem Sohn der Maria, klare Beweise und stärkten ihn mit dem Geist der Heiligkeit. Und wäre es Allahs Wille, dann hätten die, welche nach ihnen kamen, nicht miteinander gestritten, nachdem ihnen deutliche Zeichen zuteil geworden; doch sie waren uneins. Es waren solche unter ihnen, die glaubten, und solche, die ungläubig waren. Und wäre es Allahs Wille, sie würden nicht miteinander gestritten haben; doch Allah führt durch, was Er plant.

3.45. Wie die Engel sprachen: «O Maria, Allah gibt dir frohe Kunde durch ein Wort von Ihm: sein Name soll sein der Messias, Jesus, Sohn Marias, geehrt in dieser und in jener Welt, einer der Gottnahen.

3.52. Als Jesus dann ihren Unglauben wahrnahm, sprach er: «Wer will mein Helfer sein in Allahs Sache?»Die Jünger antworteten: «Wir sind Allahs Helfer. Wir glauben an Allah. Und bezeuge du, daß wir gehorsam sind.

3.55. Wie Allah sprach: «O Jesus, Ich will dich [eines natürlichen Todes] sterben lassen und dich zu Mir erheben, und dich reinigen (von den Anwürfen) derer, die ungläubig sind, und will die, die dir folgen, über jene setzen, die ungläubig sind, bis zum Tage der Auferstehung: dann ist zu Mir eure Wiederkehr, und Ich will richten zwischen euch über das, worin ihr uneins seid.

3.59. Wahrlich, Jesus ist vor Allah wie Adam. Er erschuf ihn aus Erde, dann
sprach Er zu ihm: «Sei!», und er war.

3.84. Sprich: «Wir glauben an Allah und an das, was zu uns herabgesandt worden und was herabgesandt ward zu Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und den Nachfahren, und was gegeben ward Moses und Jesus und [anderen] Propheten von ihrem Herrn. Wir machen keinen Unterschied zwischen ihnen, und Ihm unterwerfen wir uns.»

4.46. Es gibt welche unter den Juden, die Worte aus ihren Stellungen verdrehen und sagen: «Wir hören und wir gehorchen nicht», und «Höre, ohne gehört zu werden», und «Sei uns nachsichtig», indem sie mit ihren Zungen lügen und den Glauben verlästern. Und hätten sie gesagt: «Wir hören und wir gehorchen», und «Höre», und «Schaue gnädig auf uns», es wäre besser für sie gewesen und aufrechter. Doch Allah hat sie von Sich gewiesen um ihres Unglaubens willen; also glauben sie nur wenig.

4.153. Das Volk der Schrift verlangt von dir, daß du ein Buch vom Himmel zu ihnen herabgelangen lassest. Aber von Moses forderten sie etwas Größeres als dies, da sie sagten: «Zeig uns Allah offensichtlich!» Da ereilte sie vernichtende Strafe ob ihres Frevels. Dann nahmen sie sich das Kalb, nachdem ihnen doch deutliche Zeichen zuteil geworden waren, aber Wir vergaben sogar das. Und Wir verliehen Moses offenbare Gewalt.

4.154. Und Wir erhoben anläßlich des Bundes mit ihnen den Berg hoch über sie und sprachen zu ihnen: «Tretet ein durch das Tor in Unterwürfigkeit»; und Wir sprachen zu ihnen: «Übertretet nicht das Sabbatgebot». Und Wir schlossen einen festen Bund mit ihnen.

4.155. Weil sie dann ihren Bund brachen und die Zeichen Allahs verleugneten und die Propheten widerrechtlich zu töten suchten und sagten: «Unsere Herzen sind in Hüllen gewickelt» - nein, aber Allah hat sie versiegelt ihres Unglaubens willen, so daß sie nur wenig glauben -,

4.156. Und ihres Unglaubens willen und wegen ihrer Rede - einer schweren Verleumdung gegen Maria;

4.157. Und wegen ihrer Rede: «Wir haben den Messias, Jesus, den Sohn der Maria, den "Gesandten" Allahs, getötet»; während sie ihn doch weder erschlugen noch den Kreuzestod erleiden ließen, sondern er erschien ihnen nur gleich (einem Gekreuzigten); und jene, die in dieser Sache uneins sind, sind wahrlich im Zweifel darüber; sie haben keine (bestimmte) Kunde davon, sondern folgen bloß einer Vermutung; und sie haben darüber keine Gewißheit.

4.158. Vielmehr hat ihm Allah einen Ehrenplatz bei Sich eingeräumt, und Allah ist allmächtig, allweise.

4.160. Deshalb, wegen der Sünde der Juden, haben Wir ihnen reine Dinge verboten, die ihnen erlaubt waren, wie auch, weil sie viele abtrünnig machten von Allahs Weg,

4.161. Und weil sie Zins nahmen, obgleich es ihnen untersagt war, und weil sie das Gut der Leute widerrechtlich aufzehrten. Wir haben den Ungläubigen unter ihnen eine schmerzliche Strafe bereitet.

4.171. O Volk der Schrift, übertreibt nicht in eurem Glauben und saget von Allah nichts als die Wahrheit. Der Messias, Jesus, Sohn der Maria, war nur ein Gesandter Allahs und eine frohe Botschaft von Ihm, die Er niedersandte zu Maria, und eine Gnade von Ihm. Glaubet also an Allah und Seine Gesandten, und saget nicht: «Drei.» Lasset ab - ist besser für euch. Allah ist nur ein Einiger Gott. Fern ist es von Seiner Heiligkeit, daß Er einen Sohn haben sollte. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist; und Allah genügt als Beschützer.

5.14. Und auch mit denen, die sagen: «Wir sind Christen», schlossen Wir einen Bund; aber auch sie haben einen (guten) Teil von dem vergessen, womit sie ermahnt wurden. Darum erregten Wir Feindschaft und Haß unter ihnen bis zum Tage der Auferstehung. Und Allah wird sie bald wissen lassen, was sie getan haben.

5.18. Die Juden und die Christen sagen: «Wir sind Söhne Allahs und Seine
Lieblinge.» Sprich: «Warum straft Er euch dann für eure Sünden? Nein, ihr seid (bloß) Menschenkinder unter denen, die Er schuf.» Er vergibt, wem Er will, und Er straft, wen Er will. Allahs ist das Königreich der Himmel und der Erde und was zwischen beiden ist, und zu Ihm ist die Heimkehr.

5.41. O du Gesandter, es sollen dich nicht betrüben jene, die hastig dem
Unglauben verfallen - die mit dem Munde sprechen: «Wir glauben», jedoch ihre Herzen glauben nicht. Und unter den Juden sind solche, die auf jede Lüge horchen - horchen, um (sie) anderen (weiterzugeben), die noch nicht zu dir gekommen sind. Sie rücken die Worte von ihren richtigen Stellen und sagen: «Wenn euch dies gebracht wird, so nehmt es an, doch wenn es euch nicht gebracht wird, dann seid auf der Hut!» Und wen Allah auf die Probe stellen will, dem wirst du nichts frommen gegen Allah. Das sind die, deren Herzen zu reinigen es Allah nicht gefiel; für sie ist Schande in dieser Welt, und im Jenseits wird ihnen schwere Strafe.

5.46. Wir ließen Jesus, den Sohn der Maria, in ihren Spuren folgen, zur Erfüllung dessen, was schon vor ihm in der Thora war; und Wir gaben ihm du Evangelium, worin Führung und Licht war, zur Erfüllung dessen, was schon vor ihm in der Thora war, eine Führung und Ermahnung für die Gottesfürchtigen.

5.51. O die ihr glaubt! Nehmet nicht die Juden und die Christen zu Freunden. Sie sind Freunde gegeneinander. Und wer von euch sie zu Freunden nimmt, der gehört fürwahr zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg.

5.59. Sprich: «O Volk der Schrift, ihr tadelt uns nur deswegen, weil wir glauben an Allah und an das, was zu uns herabgesandt ward und was schon vorher herabgesandt wurde, oder weil die meisten von euch Empörer sind.»

5.64. Und die Juden sagen: «Die Hand Allahs ist gefesselt.» Ihre Hände sollen gefesselt sein und sie sollen verflucht sein um dessentwillen, was sie da sprechen. Nein, Seine beiden Hände sind weit offen; Er spendet, wie Er will. Und was auf dich herabgesandt ward von deinem Herrn, wird gewiß viele von ihnen zunehmen lassen an Aufruhr und Unglauben. Und Wir haben unter sie Feindschaft geworfen und Haß bis zum Tage der Auferstehung. Sooft sie ein Feuer für den Krieg anzündeten, löschte Allah es aus, und sie trachten nur nach Unheil auf Erden; und Allah liebt die Unheilstifter nicht.

5.69. Jene, die geglaubt haben, und die Juden und die Sabäer und die Christen - wer da an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag und gute Werke tut -, keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie trauern.

5.78. Die unter den Kindern Israels, die nicht glaubten, wurden verflucht durch die Zunge Davids und Jesus', des Sohnes der Maria. Dies, weil sie ungehorsam waren und zu freveln pflegten.

5.82. Du wirst sicherlich finden, daß unter allen Menschen die Juden und die Götzendiener die erbittertsten Gegner der Gläubigen sind. Und du wirst zweifellos finden, daß die, welche sagen: «Wir sind Christen», den Gläubigen am freundlichsten gegenüberstehen. Dies, weil unter ihnen Gottesgelehrte und Mönche sind und weil sie nicht hoffärtig sind.

5.110. Wenn Allah sagen wird: «O Jesus, Sohn der Maria, gedenke Meiner Gnade gegen dich und gegen deine Mutter; wie Ich dich stärkte mit der heiligen Offenbarung - du sprachest zu den Menschen sowohl im Kindesalter wie auch im Mannesalter; und wie Ich dich die Schrift und die Weisheit lehrte und die Thora und das Evangelium; und wie du bildetest aus Ton, wie ein Vogel bildet, auf Mein Geheiß, dann hauchtest du ihm (einen neuen Geist) ein und es wurde ein beschwingtes Wesen nach Meinem Gebot; und wie du die Blinden heiltest und die Aussätzigen auf Mein Gebot; und wie du die Toten erwecktest auf Mein Geheiß; und wie Ich die Kinder Israels von dir abhielt, als du mit deutlichen Zeichen zu ihnen kamest, die Ungläubigen unter ihnen aber sprachen: "Das ist nichts als offenkundige Täuschung".»

9.30. Die Juden sagen, Esra sei Allahs Sohn, und die Christen sagen, der Messias sei Allahs Sohn. Das ist das Wort ihres Mundes. Sie ahmen die Rede derer nach, die vordem ungläubig waren. Allahs Fluch über sie! Wie sind sie irregeleitet!

22.17. Siehe, die gläubig sind, und die Juden, und die Sabäer, und die Christen, und die Magier, und die Götzendiener - wahrlich, Allah wird richten zwischen ihnen am Tage der Auferstehung, denn Allah ist Zeuge über alle Dinge.

57.27. Dann ließen Wir Unsere Gesandte ihren Spuren folgen; und Wir ließen Jesus, den Sohn der Maria, (ihnen) folgen, und Wir gaben ihm das Evangelium. Und in die Herzen derer, die ihm folgten, legten Wir Güte und Barmherzigkeit. Das Mönchstum jedoch, das sie sich erfanden - das schrieben Wir ihnen nicht vor - um das Trachten nach Allahs Wohlgefallen; doch sie befolgten es nicht auf richtige Art. Dennoch gaben Wir denen unter ihnen, die gläubig waren, ihren Lohn, aber viele unter ihnen waren ruchlos.

59.2. Er ist es, Der diejenigen von dem Volk der Schrift, die ungläubig waren, austrieb aus ihren Heimstätten bei dem ersten Heerbann. Ihr glaubtet nicht, daß sie hinausziehen würden, und sie dachten, daß ihre Burgen sie beschützen würden gegen Allah. Doch Allah kam über sie, von wo sie es nicht erwarteten, und warf Schrecken in ihre Herzen, so daß sie ihre Häuser zerstörten mit ihren eigenen Händen und den Händen der Gläubigen. So zieht eine Lehre daraus, o die ihr Augen habt.

59.3. Und wäre es nicht so gewesen, daß Allah für sie Verbannung angeordnet hatte, Er hätte sie sicherlich hienieden bestraft, und im Jenseits wird ihnen die Strafe des Feuers.

86.13. Dieser (Koran) ist wahrlich ein entscheidendes, letztes Wort.

Koran: Juden& Christen
Beide Religionsgruppen, Christen als "Volk der Schrift" (z.B. Zit-3, 4.153 ff.), haben im Koran eine Sonderstellung. Weite Teile des Koran sind der theologischen Auseinandersetzung mit diesen Vorläufer-Religionen gewidmet. Er selbst stellt sich in die Tradition des semitischen Stammvaters Abraham und der alttestamentarischen Propheten. Die Berufung Mariens durch einen Engel entspricht weitgehend jüdischer Sicht, insofern ihr Sohn Jesus als Prophet anerkannt wird (Dazu auch Zitat wie hier in Anm. 3). Aus Mohammeds Sicht wurde die Botschaft Gottes zwar von Juden und Christen empfangen aber verfälscht. Die durch ihn vermittelte Stimme Gottes sei die endgültige und letzte Korrektur (Zit-3, 86.13, analog auch Zit-2, 59.21). Wer sie nicht annehme, sei ein Feind Gottes. Die Beurteilung von Juden und Christen im Koran ist sehr wechselhaft. Der Bogen reicht von Lob und Segen (Zit-3, 2.62 / 57.27) bis zu Fluch und Verdammung (Zit-3, 5.51 / 5.64 / 9.30) zum Teil im gleichen Vers (Zit-3, 5.82). Dies wird mit der wechselhaften Lebensgeschichte Mohammeds erklärt, der für seine Kriegszüge auch Zweckbündnisse mit Christen und Juden gegen feindliche Araber suchte und dabei wohl unterschiedliche Erfahrungen machte.x(2) Juden werden im Koran insgesamt ungünstiger geschildert. Unter ihnen fand Mohammed Wortverdreher (Zit-3, 4.46 / 5.41), sie seien sündhaft und machen Muslime abtrünnig (Zit-3, 4.160), zocken die Leute trotz Verbot mit Zinsen ab (Zit-3, 4.161), seien wie die Götzendiener (Polytheisten) die schlimmsten Feinde der Muslime (Zit-3, 5.82). Er verflucht sie ebenso wie Christen, wenn sie von einem "Sohn Gottes" sprechen (Esra/Jesus, Zit-3, 9.30).

Realität: Ungläubige
Wohl analog zum vieldeutigen Koran ist die historische Toleranz des Islam uneinheitlich. Als Kalif Omar in den 630er Jahren Jerusalem einnahm, verkündete er: "Dieser Vertrag gilt für alle christlichen Untertanen. Er garantiert ihnen Schutz, wo immer sie sich befinden. Derselbe Schutz wird den christlichen Kirchen, Häusern und Pilgerstätten zugesichert, ebenso denen, die diese Stätten aufsuchen und allen, die den Propheten Jesus anerkennen. Diese alle verdienen Rücksichtnahme, da der Prophet Mohammed uns nachdrücklich befahl, gütig zu ihnen zu sein."x(3)
Da ist es dann schon sehr erstaunlich, daß unter Berufung auf den gleichen Mohammed um 930 und 966 die Grabeskirche in Jerusalem von Mohammedanern zerstört wurde. Der letzte Fall ein Rache-Akt für eine verlorene Schlacht um Syrien.x(4) Unter dem Fatimiden-Kalifen Al-Hakim (Anno 985-1021) war die Christenverfolgung besonders brutal. Hakim befahl aus religiösem Fanatismus 1009 die Grabeskirche dem Erdboden gleichzumachen, "um alle Spuren christlicher Erinnerung auszulöschen". Der arabische Chronist und Zeitzeuge Yahia ibn Sa´id lobte dies als "heilige Tat". Nicht einmal die Ruine durfte von Christen besucht werden.x(5) Ereignisse wie diese wurden Anlaß der Kreuzzüge. Papst Urban II. nahm bei seinem Aufruf im Herbst 1095 beim Konzil zu Clermont explizit Bezug auf die Lage in Jerusalem.x(6) Im 12. Jh. hingegen dämpfte ein Saladin wieder islamischen Fanatismus.x(7) Seit der Kalifendynastie der Omaijaden (Umayyaden, Anno 660-750) wurden Fremde im islamischen Herrschaftsgebiet so eingestuft:x(8)
x Nichtarabische Mohammedaner
mußten sich einem arabischen Stammesverband anschließen und wurden "Klienten" (Mawali). Doch nur "echte" Muslime durften Waffen tragen und in der Armee dienen.
x Polytheisten
waren gänzlich verfemt, ihre Religion war verboten.
x Monotheisten wie Juden und Christen
waren "Schützlinge" (Dhimmi) unter einem Vormund. Als äußerliches Kennzeichen, nicht rechtgläubig zu sein, mußten sie in der Öffentlichkeit Erkennungszeichen an der Kleidung tragen (Bänder / Abzeichen)x(9) Sie durften nicht in der Armee dienen, kein öffentliches Amt bekleiden, wurden in Ghettos konzentriert und leisteten eine Kopfsteuer (Jizya), angeblich der Ausgleich für die "Befreiung" vom Militärdienst. Manche "Bekehrung" eines Christen unter islamischer Herrschaft verdankte sich dem Wunsch, dieser Steuerbelastung zu entrinnen. Unauffällige private Religionsausübung wurde geduldet, jeder öffentliche Kult, offenes Tragen entsprechender Symbole oderder Bau von eigenen Gotteshäusern war verboten. Auf christliche Mission stand Todesstrafe.x(10) Christen unter historischer islamischer Herrschaft werden insgesamt als "Bürger zweiter Klasse" bezeichnet.x(11)
Alte christliche Gotteshäuser im islamischen Eroberungsgebiet wurden zu muslimischen Gebetsstätten umgebaut, so die Johannes-Basilika zur Moschee der Omaijaden (Anno 705), eine weitere byzantinische Kirche zur Al-Aksa-Moschee in Jerusalem (Anno 702). Dies geschah somit vor Beginn der Kreuzzüge, als in den zurückeroberten Gebiet diese muslimische Sitte übernommen und umgekehrt Moscheen zu Kirchen umgebaut wurden.
Regelmäßig berichtet die aktuelle Nachrichtenlage von gleicher Intoleranz: Einreisenden in Saudi-Arabien werden demnach bei der Flugabfertigung Symbole und Schriften christlichen Glaubens abgenommen und zerstört, Betätigung für christlichen Glauben wird mit Todesstrafe geahndet. In Afghanistan wurden in diesem Sommer des Jahres 2001 historische Buddha-Statuen gesprengt und Angehörige einer Hilfsorganisation auf Todesstrafe verhaftet wegen des wohl zutreffenden Vorwurfs christlicher Mission.

x Die Beurteilung anderer Glaubensüberzeugung ist im Koran tendenziell abwertend, in Details unheinheitlich, wobei Juden besonders schlecht wegkommen. Nur Muslime haben göttliche Kraft und Wahrheit sowie den Auftrag, diese in der Welt durchzusetzen. Nichtmohammedaner, auch arabischer Volkszugehörigkeit, hatten unter islamischer Herrschaft eingeschränkte Mitwirkungs- und Freiheitsrechte. Vandalismus gegen Symbole anderer Religion und Intoleranz gegen Andersgläubige bis hin zur Todesstrafe befiehlt der vieldeutbare Koran nicht direkt, man kann ihn aber zurecht so verstehen im Sinne wahrer Glaubensentschiedenheit (Dschihad).

x

2.277. Gewiß, die da glauben und gute Werke tun und das Gebet verrichten und die Zakat zahlen, ihr Lohn ist bei ihrem Herrn, und keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie trauern.

2.278. O die ihr glaubt, fürchtet Allah, und lasset den Rest des Zinses fahren, wenn ihr Gläubige seid.

2.279. Tut ihr es aber nicht, dann erwartet Krieg von Allah und Seinem Gesandten; und wenn ihr bereut, dann bleibt euch euer Kapital; ihr sollt weder Unrecht tun, noch Unrecht leiden.

3.91. Die aber ungläubig waren und als Ungläubige sterben, von ihrer keinem soll selbst eine Weltvoll Gold angenommen werden, auch wenn er es als Lösegeld bietet.Sie sind es, denen schmerzliche Strafe wird, und keine Helfer sollen sie finden.

3.156. O die ihr glaubt, seid nicht wie jene, die ungläubig geworden und die von ihren Brüdern, wenn sie das Land durchwandern oder in den Krieg ziehen, sprechen: «Wären sie bei uns geblieben, sie wären nicht gestorben oder erschlagen worden», so daß es Allah in ihren Herzen zu einer Enttäuschung mache. Allah gibt Leben und Tod; und Allah sieht euer Tun.

4.84. Kämpfe darum für Allahs Sache - du wirst für keinen verantwortlich gemacht als für dich selbst - und sporne die Gläubigen an. Vielleicht wird Allah den Krieg der Ungläubigen aufhalten; und Allah ist stärker im Krieg und strenger im Strafen.

4.93. Und wer einen Gläubigen vorsätzlich tötet, dessen Lohn ist die Hölle, worin er bleiben soll. Allah wird ihm zürnen und ihn von Sich weisen und ihm schwere Strafe bereiten.

4.102. Und wenn du unter ihnen bist und für sie das Gebet anführst, soll ein
Teil von ihnen bei dir stehen, doch sollen sie ihre Waffen aufnehmen. Und wenn sie ihre Niederwerfungen vollführt haben, so sollen sie hinter euch treten, und eine andere Abteilung, die noch nicht gebetet hat, soll vortreten und mit dir beten; doch sollen sie auf ihrer Hut sein und ihre Waffen bei sich haben. Die Ungläubigen sähen es gerne, daß ihr eure Waffen und euer Gepäck außer acht ließet, so daß sie euch plötzlich überfallen könnten. Und es soll keine Sünde für euch sein, wenn ihr, falls ihr durch Regen leidet oder krank seid, eure Waffen ablegt. Seid jedoch (immer) auf eurer Hut. Wahrlich, Allah hat für die Ungläubigen schmähliche Strafe bereitet.

5.33. Der Lohn derer, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten und Unordnung im Lande zu erregen trachten, wäre der, daß sie getötet oder gekreuzigt werden sollten oder daß ihnen Hände und Füße abgeschlagen werden sollten für den Ungehorsam oder daß sie aus dem Lande vertrieben würden. Das würde eine Schmach für sie sein in dieser Welt; und im Jenseits wird ihnen schwere Strafe;

5.64. Und die Juden sagen: «Die Hand Allahs ist gefesselt.» Ihre Hände sollen gefesselt sein und sie sollen verflucht sein um dessentwillen, was sie da sprechen. Nein, Seine beiden Hände sind weit offen; Er spendet, wie Er will. Und was auf dich herabgesandt ward von deinem Herrn, wird gewiß viele von ihnen zunehmen lassen an Aufruhr und Unglauben. Und Wir haben unter sie Feindschaft geworfen und Haß bis zum Tage der Auferstehung. Sooft sie ein Feuer für den Krieg anzündeten, löschte Allah es aus, und sie trachten nur nach Unheil auf Erden; und Allah liebt die Unheilstifter nicht.

8.12. Da dein Herr den Engeln offenbarte: «Ich bin mit euch; so festiget denn die Gläubigen. In die Herzen der Ungläubigen werde Ich Schrecken werfen. Treffet (sie) oberhalb des Nackens und schlagt ihnen die Fingerspitzen ab!»

8.13. Dies, weil sie Allah Trotz boten und Seinem Gesandten. Wer aber Allah und Seinem Gesandten Trotz bietet - wahrlich, Allah ist streng im Strafen.

8.15. O die ihr glaubt, wenn ihr auf die Ungläubigen stößt, die im Heerzug vorrücken, so kehrt ihnen nicht den Rücken.

8.16. Und wer ihnen an solch einem Tage den Rücken kehrt, es sei denn, er schwenke ab zur Schlacht oder zum Anschluß an einen Trupp, der lädt fürwahr Allahs Zorn auf sich, und seine Herberge soll die Hölle sein. Schlimm ist die Bestimmung!

8.38. Sprich zu denen, die ungläubig sind: Wenn sie abstehen, dann wird ihnen das Vergangene verziehen; kehren sie aber zurück, dann, wahrlich, ist das Beispiel der Früheren schon dagewesen.

8.39. Und kämpfet wider sie, bis keine Verfolgung mehr ist und aller Glaube auf Allah gerichtet ist. Stehen sie jedoch ab, dann, wahrlich, sieht Allah sehr wohl, was sie tun.

8.41. Und wisset, was immer ihr (im Kriege) gewinnen möget, es gehört ein Fünftel davon Allah und dem Gesandten und der Verwandtschaft und den Waisen und den Bedürftigen und dem Wanderer, wenn ihr an Allah glaubt und an das, was Wir niedersandten zu Unserem Diener am Tage der Unterscheidung - dem Tage, an dem die beiden Heere zusammentrafen -, und Allah hat Macht über alle Dinge.

8.56. Jene, mit denen du einen Bund schlossest; dann brechen sie jedesmal ihren Bund, und sie furchten Gott nicht.

8.57. Darum, wenn du sie im Kriege anpackst, jage mit ihrem (Los) denen Furcht ein, die hinter ihnen sind, auf daß sie ermahnt seien.

8.58. Und wenn du von einem Volke Verräterei fürchtest, so verwirf (den Vertrag) gegenseitig. Wahrlich, Allah liebt nicht die Verräter.

8.59. Laß nicht die Ungläubigen wähnen, sie hätten (Uns) übertroffen. Wahrlich, sie können nicht obsiegen.

8.60. Und rüstet wider sie, was ihr nur vermögt an Streitkräften und berittenen Grenzwachen, damit in Schrecken zu setzen Allahs Feind und euren Feind und außer ihnen andere, die ihr nicht kennt; Allah kennt sie. Und was ihr auch aufwendet für Allahs Sache, es wird euch voll zurückgezahlt werden, und es soll euch kein Unrecht geschehen.

8.67. Einem Propheten geziemt es nicht, Gefangene zu machen, ehe er sich auf kriegerischen Kampf einlaßen muß im Land. Ihr wollt die Güter dieser Welt, Allah aber will (für euch) das Jenseits. Und Allah ist allmächtig, allweise.

8.69. So esset von dem, was ihr (im Krieg) gewonnen habt, wie erlaubt und gut, und fürchtet Allah. Wahrlich, Allah ist allverzeihend, barmherzig.

9.107. Und jene, die eine Moschee erbaut haben, um Unheil, Unglauben und Spaltung unter den Gläubigen anzustiften, und als einen Hinterhalt für den, der zuvor gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führte. Und sie werden sicherlich schwören: «Wir bezweckten nur Gutes»; doch Allah ist Zeuge, daß sie bloß Lügner sind.

33.18. Allah kennt diejenigen unter euch, die (die Menschen) behindern, und
diejenigen, die zu ihren Brüdern sprechen: «Kommt her zu uns»; und sie lassen sich nur wenig in Krieg ein, ...

47.4. Wenn ihr (in der Schlacht) auf die stoßet, die ungläubig sind, trefft
(ihre) Nacken; und wenn ihr sie so überwältigt habt, dann schnüret die Bande fest. Hernach dann entweder Gnade oder Lösegeld, bis der Krieg seine Waffen niederlegt. Das ist so. Und hätte Allah es gewollt, Er hätte sie Selbst strafen können, aber Er wollte die einen von euch durch die andern prüfen. Und diejenigen, die auf Allahs Weg getötet werden - nie wird Er ihre Werke zunichte machen.

57.15. So soll heute kein Lösegeld von euch angenommen werden, noch von den Ungläubigen. Euer Aufenthalt ist das Feuer; das ist euer Hort. Und eine schlimme Bestimmung ist es!»

57.25. Wahrlich, Wir schickten Unsere Gesandten mit klaren Beweisen und sandten mit ihnen das Buch und das Maß herab, auf daß die Menschen Gerechtigkeit üben möchten. Und Wir schufen das Eisen, worin (Kraft zu) gewaltigem Krieg wie auch zu (vielerlei anderen) Nutzen für die Menschheit ist, damit Allah die bezeichne, die Ihm und Seinen Gesandten beistehen, wenngleich ungesehen. Fürwahr, Allah ist stark, allmächtig.

59.5. Was ihr umgehauen habt an Palmen oder auf ihren Wurzeln stehen ließet, es geschah mit Allahs Erlaubnis und damit Er die Übertreter in Schmach stürze.

59.6. Und was Allah Seinem Gesandten als Beute von ihnen gegeben hat, ihr habt weder Roß noch Kamel dazu angespornt; aber Allah gibt Seinen Gesandten Gewalt über wen Er will: und Allah vermag alle Dinge zu tun.

59.7. Was Allah Seinem Gesandten als Beute von den Bewohnern der Städte gegeben hat, das ist für Allah und für den Gesandten und für die nahen Verwandten und die Waisen und die Armen und den Wanderer, damit es nicht bloß bei den Reichen unter euch die Runde mache. Und was euch der Gesandte gibt, nehmt es: und was er euch untersagt, enthaltet euch dessen. Und fürchtet Allah; wahrlich, Allah ist streng im Strafen.

60.8. Allah verbietet euch nicht, gegen jene, die euch nicht bekämpft haben des Glaubens wegen und euch nicht aus euren Heimstätten vertrieben haben, gütig zu sein und billig mit ihnen zu verfahren; Allah liebt die Billigkeit Zeigenden.

60.9. Allah verbietet euch nur, mit denen, die euch bekämpft haben des Glaubens wegen und euch aus euren Heimstätten vertrieben und (anderen) geholfen haben, euch zu vertreiben, Freundschaft zu machen. Und wer mit ihnen Freundschaft macht - das sind die Missetäter.

61.4. Allah liebt diejenigen, die für Seine Sache kämpfen, (in Schlachtordnung) gereiht, als wären sie ein mit Blei gelöteter, festgefügter Bau.

61.11. Ihr sollt an Allah glauben und an Seinen Gesandten und sollt streiten für Allahs Sache mit eurem Gut und eurem Blut. Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüßtet.

Koran: Krieg / Dschihad
Die westliche Übersetzung des "Dschihad" als "Heiliger Krieg" wird in der Prämierung Zitat b) sicher zurecht mehr als Interpretation denn Übersetzung bezeichnet. Er bedeutet "voller Einsatz" im Sinne von Entschiedenheit. Was nun Mittel dieser Entschiedenheit ist, kann verschieden sein, was gerne betont wird. Der Krieg gegen Ungläubige gehört allerdings auch dazu, was gerne verschwiegen wird. Die Deutung des Dschihad als "Heiliger Krieg" ist zwar nur ein Aspekt des Begriffs aber eben ein gültiger.
Der Kriegsbegriff im Koran ist so unscharf wie andere auch. Nach einer Sure (Zit-4, 47.4) soll der im Krieg geschlagene Ungläubige "begnadigt oder gegen Lösegeld entlassen werden", eine eher freundliche Bestimmung. Doch andere Suren (Zit-2, 3.91 / 57.15) sagen, daß selbst eine "Weltvoll Gold" niemals von einem Ungläubigen angenommen werden solle, auch nicht als Lösegeld. Es ist schwer zu verstehen, wie dies zusammenpaßt, da in der erstgenannten Sure ausschließlich nur vom Krieg gegen Ungläubige die Rede ist.
Kriegsgrund kann sein, wenn Steuern (Zakat = Armensteuer) nicht freigiebig gezahlt werden (Zit-4, 2.277-279). Die Gläubigen sollen selbst beim Gebet ihre Waffen gegen die Ungläubigen tragen (Zit-4, 4.102), sowie fleißig aufrüsten gegen die Feinde Allahs, ihre eigenen Feinde und Feinde, die sie nochnicht kennen, denn Allah kennt sie ja schon (Zit-4, 8.60).
Es war hierzulande Allgemeingut, daß es in Sure 8 heißt, die Ungläubigen sollen bekämpft werden, bis alles an Gott glaubt.x(12) In der von Islamisten gebotenen deutschen Übersetzung heißt es nun etwas kryptischer: "Und kämpfet wider sie, bis keine Verfolgung mehr ist und aller Glaube auf Allah gerichtet ist. Stehen sie jedoch ab, dann, wahrlich, sieht Allah sehr wohl, was sie tun." (Zit-4, 8.39)
Wie Ungläubige im Kampf zu behandeln sind, weiß der Koran jedoch auch exakt darzulegen: "Wenn ihr in der Schlacht auf die stoßet, die ungläubig sind, trefft ihre Nacken ... Treffet sie oberhalb des Nackens und schlagt ihnen die Fingerspitzen ab!" (Zit-4, 47.4 / 8.12)
Denn "... der Lohn derer, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten ..., wäre der, daß sie getötet oder gekreuzigt werden sollten oder daß ihnen Hände und Füße abgeschlagen werden sollten ..." (Zit-4, 5.33)
Auch das ist laut Koran "Islam", von dem es heißt in der Prämierung Zitat b): "Ein Mensch, der dies verwirklichen will, ist Muslim, d.h. einer, der Frieden macht." Eine solch stachelige Gemütsart hatte auch Samuel Colt in den USA, als er im 19. Jh. eines seiner Revolver-Modelle "Peacemaker" nannte.

x Realität: Mohammeds Beispiel
Die in Mekka herrschende Sippe der Kurashiten hatte den als Propheten auftretenden Händler Anno 622 aus Machtkalkül aus der Stadt vertrieben, heute bezeichnet als "Hidjra/Hedschra = Flucht / Auswanderung", zugleich Beginn der islamischen Zeitrechnung. Mohammed rächte sich gewaltsam. In seinem Exil Jathrib, später: Madina an-Nabi = Stadt des Propheten (Medina), wurde er Stadtoberhaupt und ließ ab 623 aus Mekka vorüberziehende Handelskarawanen überfallen und ausplündern: "So esset von dem, was ihr im Krieg gewonnen habt, wie erlaubt und gut, und fürchtet Allah. Wahrlich, Allah ist allverzeihend, barmherzig." (Zitate Krieg 8.69) Seiner Wut über Feinde machte Mohammed laut Korantexten deutlich Luft: "Die beiden Hände von Abu Lahab werden vergehen, und er wird vergehen. ... Bald wird er in ein flammendes Feuer eingehen; Und sein Weib ebenfalls ... Um ihren Hals wird ein Strick von gewundenen Palmenfasern sein." (Sure 111 www.orst.edu/groups/msa/quran/quran_g/111.html)
Es kam zu jahrelangen Kämpfen gegen die mekkanischen Kurashiten, an denen Mohammed auch selbst teilnahm und 625 verwundet wurde. Nach seinem Sieg und der Vertreibung der feindlichen Herrschersippe 627 ließ er 6.000 gefangene Gegner töten und verkaufte ihre Frauen und Kinder als Sklaven:"Einem Propheten geziemt es nicht, Gefangene zu machen, ehe er sich auf kriegerischen Kampf einlassen muß im Land." (Zitate Krieg 8.67) Trotz ausgehandeltem Waffenstillstand überfiel Mohammed mit seinen Truppen 630 erneut die weiter unbotmäßig auftretenden Mekkaner und konnte sie schließlich gänzlich unterwerfen. Bei seinem siegreichen Einzug in Mekka wurden die Heiligtümer zerstört außer dem der eigenen Familie, die Ka´aba.x(13) Zum Ende seines Lebens hatte Mohammed den größten Teil der arabischen Halbinsel erobert und hinterließ einen Harem von neun Frauen und drei Konkubinen.Realität: Kriegerische Ausbreitung
Der erste Kalif Abu Bakr warf Aufstände von Araberstämmen gegen die Herrschaft der Mohammedaner nieder. Aus der Verteidigung und Festigung ihrer örtlichen Herrschaft im Raum Mekka/Medina wurde 636 eine erste gewaltsame Expansion.
x Erste Eroberungswelle
Sie begann durch Siege über die Regionalmächte Persien, etwa in der Schlacht bei Quadisia/Euphrat, und über Byzanz, das Syrien und Palästina aufgeben mußte. Unter Kalif Muawiya (605-680) gelang die kriegerische Ausbreitung bis zur Küste Nordafrikas. Mehrere innerislamische Bürgerkriege und ein Friedensvertrag mit Christen im Süden beendeten eine Zeit lang die weitere Expansion. In dieser ersten Welle des 7. Jhs. unter den vier ersten Kalifen wurde die nordafrikanische Küste erobert bis Tripolis im Westen sowie Kleinasien bis Tiflis im Norden und der Straße von Hormuz im Südosten.
x Die zweite Eroberungswelle
wurde unter den Kalifen Walid I. (670-715) und dessen Sohn Omar II. (Umar, 683-720) nach Nordwesten und Südosten vorgetragen. Um 711 gelang den Mohammedanern die Überquerung der Straße von Gibraltar und die Eroberung Spaniens, die erst 1492 in der Reconquista endgültig bekämpft werden konnte. Im Nordosten des Perserreiches konnten die Mohammedaner weitere Gebiete erobern und das Emirat Multan am Indus gründen. Ihr islamisches Herrschaftsgebiet reichte nun vom heutigen Marokko bis nach Indien, Zypern, Spanien, Südfrankreich, bis zum Kaukasus und Nubien. Um Ägypten und im Raum Palästina prägte sich mit den Fatimiden und Abbasiden eine Spaltung der Kalifate aus.
x Eine dritte Eroberungswelle
im 11. Jahrhundert und der Anlaß der Kreuzzüge kam wiederum aus dem Islam, diesmal aber nicht von den inzwischen niedergehenden Kalifaten sondern von zentralasiatischen Nomadenstämmen (Seldschuken = Türken, Kurden / Name nach einer Herrscherdynastie). Sie zerstörten das Kalifat von Bagdad und unterdrückten nicht nur arabisch-islamische Buyiden und Fatimiden sondern auch die christliche Glaubensgemeinschaft im Orient. In längeren Kriegen wurde schließlich das byzantinische Reich vernichtet. Bedeutendste Gestalt der Seldschuken war Saladin in seiner ägyptischen Lokaldynastie (Salah ad-Din, ein Aiyubide kurdischer Abstammung 1138-1193). Von ihm sind zahlreiche Anekdoten über ein großmütiges und ritterliches Verhalten im Krieg mit den Kreuzfahrern bekannt.x(14)
Ab dann wird die Geschichte des Islam unübersichtlich. Innerislamische Konfessionsdifferenzen und völkische Machtinteressen verschränken sich insbesondere in den grausamen Kriegszügen islamischer Mongolen, die von unterworfenen Völkern diese Religion einmal übernommen hatten.x(15)

x In den ersten Jahrhunderten seiner Ausbreitung ist das Eroberungsgebiet muslimischer Truppen und das Verbreitungsgebiet des Islam weitgehend deckungsgleich. Diese Religion verbreitete sich zunächst wohl nicht durch Überzeugungsarbeit sondern durch militärische Eroberungen.

Biegsamer Islam
In westlichen Ländern verbreitete Ansichten über den Koran waren nicht immer frei von negativen Interpretationen. Darin wurde und wird der Text mißverstanden oder die von ihm abweichende Lebenspraxis in islamischen Ländern rückprojiziert. Einer undifferenzierten Verdammung des Islam zur Kreuzfahrerzeit folgt in der westlichen Kultur nun das Gegenstück. Gründe dafür sind sowohl eine eher ideologisch motivierte Lust am Fremden weil es fremd ist (Exotismus) sowie die offen eingestandene Notwendigkeit, mit einer unüberschaubaren Zahl von islamischen Einwanderern im eigenen Land irgendwie auskommen zu müssen (Schätzung für Deutschland 2001: 3,24 Mio).x(16) Mit dem Rückenwind der Multikulti-Mode sollen deshalb deutsche Schulbücher nach der neuen Frisur gekämmt werden im Sinne einer beschönigten Darstellung des Islam.x(17)
Umgekehrt schrecken Anhänger des Islam heute auch nicht vor abwegigsten Unwahrheiten über ihre Kultur zurück. Gerne genutzt für die Vertuschung unangenehmer Fakten wird die westliche Unkenntnis orientalischer Sprache und Geschichte. Der Begriff "Islam" wird im Gegensatz zu den Behauptungen der genannten Islamisten und unter Hinweis auf Mohammed als "Entflammung für Gott" oder "Unterwerfung unter Gott" übersetzt.x(18) Eine andere Argumentationsmethode ist es, auf den Alltag in der zu 99% von Muslimen bewohnten Türkei hinzuweisen, einem Staat, der seit Kemal Atatürk und dem Anfang des 20. Jhs. säkularisiert und damit nicht mehr dem islamischen Recht (Sharia) unterworfen ist.

x Zwar hat es westliche Mißverständnisse des Islam aus historischen Vorurteilen gegeben, doch heutige Angaben islamischer Aktivisten über ihre Geschichte sind oft weit weniger wahrheitsgetreu. Sie verbiegen gegenüber anderen Kulturen und Gastländern unangenehme Fakten aus naheliegenden taktischen Motiven.

Fazit

Die Geschichte zeigt, daß die Ansicht über einen religiösen Fanatismus im Islam und Intoleranz gegenüber Andersgläubigen keine Erfindung von Historikern ist sondern begründet liegt in faktischen Ereignissen, die
- mit einer naheliegenden Lesart des Koran
- und dem Lebensbeispiel des Heerführers und Feldherren Mohammed
grundsätzlich übereinstimmen. Schon Mohammed ließ Zeugnisse anderer Religonen vernichten, seine Nachfolger im Glauben orientierten sich an seinem Beispiel. Der Islam breitete sich mit militärischer Gewalt aus, er duldete keine Freiheit für andere Religionen in seinem Herrschaftsgebiet. Einen Begriff wie "Freiheit" sucht man im Koran vergebens. Daß diese Beurteilung des Islam aus der Vergangenheit auch tendenzielle Übertreibungen übernommen hat, oder daß die islamische Kultur im Mittelalter eine hohe zivilisatorische und wissenschaftliche Entwicklung erreichte (Sufismus/Weisheitsstreben), widerlegt diese Feststellung grundsätzlich nicht. Aus der exotistischen Begeisterung für die Errungenschaften dieser Kultur lassen sich kaum Urteile über deren religiöse Toleranz ableiten. Die buntscheckig schillernden Aussagen des Koran, die sich teilweise widersprechen, lassen sich je nach Zitatauswahl in fast jedem gewünschten Sinne deuten. Ein Urteil über islamische Kultur wird sich also zurecht auch auf die Betrachtung historischer Ereignisse stützen müssen.Es mag zutreffen, daß im Mittelalter unter dem Islam geduldete Christen und Juden von der Wirtschaftskraft und -entwicklung profitierten, insoweit also positive materielle Lebensumstände fanden. Über die religiöse Toleranz des Islam sagt dies jedoch wenig aus. Der Koran will zwar den Frieden - aber als Endziel nach der vollständigen Islamisierung der Welt: "Wenn Allahs Hilfe kommt und der Sieg, und du die Menschen scharenweise in die Religion Allahs eintreten siehst, Dann lobpreise du deinen Herrn ..." (Letzte Offenbarungs- Sure 110) Je nach religiösem Eifer einer islamischen Gesellschaft und ihrer Lesart des Koran ist das Friedensziel auch zuweilen im Sinne des Palmfaserstricks um den Hals zu verstehen (Sure 111), oder des Friedhofs, dem Ort, wo Menschen wirklich Frieden haben.Daß im islamischen Kulturraum intellektuelle Herrscher wie Saladin eine eher indifferente persönliche Einstellung zur Religion zeigten, ebenso Geschäftsleute, die auf guten Kontakt zu möglichst vielen Menschen angewiesen sind, zeigt weniger religiöse Toleranz des Islam sondern religiöse Gleichgültigkeit der jeweiligen Person. Dies kann also nicht Gegenbeweis sein für eine tendenzielle Intoleranz des Islam gegenüber anderen Religionen.

Belege


x(1)Textquellen
Oussani, Gabriel: Koran. In: The Catholic Encyclopedia, Volume VIII, 1910 by Robert Appleton Company Online Edition by Kevin Knight: (
www.newadvent.org/cathen/10424a.htm) mit Literaturangaben zu älteren Studien. Hier: Abschnitt "Sources", Sprachqualität unter "Authorship". Weitere hist. Angaben laut folgend genannter Literatur und Netzseiten.

x(2) Wechselgeschichte
Zäsuren in Mohammeds Lebensweg konnten in Verbindung mit dem Inhalt und einer von der Abfolge der 114 Kapitel abweichenden Chronologie der Texte gestellt werden. Oussani, a.a.O. Abschnitt "Doctrine". Bündnisse laut Literatur wie in Anm. 12) Historische Fakten.

x(3) Gütiger Omar
Hug/Rumpf, a.a.O., S.17.

x(4) Rache
"The church was again set on fire by the Muslims in 930 ... once again, the church was set on fire in 966 as revenge for the war lost in Syria by the Moslem army." (www.christusrex.org/www1/jhs/TSspreco.html)

x(5) Auslöschung
Der Tagesspiegel: (
www2.tagesspiegel.de/archiv/2000/04/21/ak-ku-ku-13992.html),
ebenso Archäologisches Institut Uni Münster (
www.uni-muenster.de/Rektorat/veranst/vst0544.htm).
Quellenzeugnis: (
www.christusrex.org/www1/jhs/TSspdest.html)
"The Arab historian Yahia ibn Sa`id describe the events thus: 'the holy deed commenced on Tuesday, the fifth day before the end of the month of Safar of the year 400 of the Egira (1009 AD in our calendar). Only those parts of difficult access were spared'. They started by demolishing the tomb itself, the dome and the high parts of the buildings until the debris at their feet blocked their destruction. For eleven years the Christians were prohibited to visit the rubbles on the site and were not allowed in to pray in these ruins."

x(6) Urbans Aufruf
"Die ehrwürdigen Orte sind in Schafkrippen und Viehställe verwandelt. Welche Schmach für den Ort, wo Christus gelebt ! Jerusalem ist Erbgut Christi, es gehört ihm zu eigen. Bewaffnet euch, liebe Brüder, seid Gefolgsleute des Herren!" Aus der Kreuzzugsgeschichte des Wilhelm von Tyrus in Busley, H.: Spiegel der Zeiten. Vom Frankenreich bis zum Westfälischen Frieden, Frankfurt 1972, S.57.

x(7) Saladin in Jerusalem
"Auch Saladin trat seinen Anhängern entgegen, als sie die Kirchen in Jerusalem zerstören wollten: »Wozu abreißen und zerstören, da sie ja den Ort des Kreuzes und des Grabes anbeten, aber nicht die Gebäude? Ahmen wir die ersten mohammedanischen Eroberer nach, welche die Kirchen verschont haben«" (Krüger, a.a.O., S.52) Kalif Hakim, mohammedanischer Zerstörer der Grabeskirche 1009, scheint der segenspendende Saladin im 12. Jh. wohl nicht mehr gekannt zu haben.

x(8) Historische Fakten
Eine zusammenfassende Übersicht über die geschichtliche Entwicklung des Islam im Netz durch M. Marschalek und E. Kluge: Lexikon Islam-Geschichte (
religion.orf.at/tv/lexikon/le_islam_geschichte.htm)
Ebenso auch Seis/Stöckl, a.a.O., S.190 und Krüger, K.: Mittelalter und Frühe Neuzeit, Stuttgart 1974, S.44-46.

x(9) Früher Judenstern
Siliato, Maria G.: Und das Grabtuch ist doch echt. Augsburg 1998, S.177.

x(10) Todesmission
Krüger, a.a.O., S.45.

x(11) Zweitklassig
Hug/Rumpf, a.a.O, S.18.

x(12) Umgelesener Text
Inhalt der 8. Sure laut Hug/Rumpf, a.a.O., S.17.

x(13) Zerstörung in Mekka
Seis/Stöckl, a.a.O, S.190.

x(14) Ritter Saladin
"Der Sohn des Sultans Saladin sandte dem englischen König Richard Löwenherz mitten im Kampf zwei herrliche Pferde, »denn es gehört sich nicht für einen König, zu Fuß zu kämpfen« Als Richard bald darauf erkrankte, ließ ihm Saladin Pfirsich und Fruchtsäfte überreichen." Krüger, a.a.O., S.51.

x(15) Mongo-Islam
Habeck, Joachim O.: Einige wesentliche Aspekte der mongolischen Geschichte (XIII. bis XVII. Jahrhundert). Hausarbeit FU Berlin 1997. (jeoh2@cam.ac.uk)

x(16) Einwanderer
Taktische Motive: Behrendt, Günther M./ Saris, Serdar: Zur Geschichte der Arbeitsmigration, Hildesheim, 1995, S.185-192, im Netz (
www.unics.uni-hannover.de/nhrkbehr/text3.html)
Statistiken: (
www.infowap-islam.de/html/artikel.htm)

x(17) Schulbuchfrisur
Tworuschka, Monika: Analyse der Geschichtsbücher zum Thema Islam (Studien zur
Internationalen Schulbuchforschung, Bd. 46, Teil 1), Braunschweig 1986, u.a., dazu weitere Angaben unter (
www.uni-jena.de/theologie/Fachgebiete/Religionswissenschaft/f_islbrd.html)

x(18) Übersetzungen
Entflammung: Seis, O./Stöckl, E.: Urzeit und Altertum, Stuttgart 1967, S.189 / Unterwerfung: Hug, W./Rumpf, E.: Menschen in ihrer Zeit - Im Mittelalter, Stuttgart 1973, S.17. Weitere Übersetzungen: "Hingabe, Annahme, Übergabe, Unterwerfung", so Payer, Alois: Islam, Materialien zur Religionswissenschaft, 1996 (
www.payer.de/islam/islam.htm)
Veröffentlichung: August 2001
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