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Nr.62/c: Zweihundertjähriger Krieg

Französische Ost-Expansion und ihre Kriegskonflikte
Schlacht bei Krefeld, 1758 / R. Knötel
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Auswahl der Ereignisse am Oberrhein und in Elsaß/Lothringen. Das frühere "Lothringen" wird in neuer Zeit durch Niederlande und Belgien repräsentiert. Dieser Nordraum wird hier nicht berücksichtigt.

Krieg Kriegspause (nur am Rhein) Friedenswerk Planung
1618-1648 Dreißigjährigen Krieg: Frankreich finanziert schwedische und dänische Angriffe auf Deutschland, greift auch selbst mit Truppen ein.
1621 Frz. Eroberung von Westflandern und der Freigrafschaft (ehem. Burgund, "Franche Comte").
1633 Gefechte am Oberrhein durch Jan v.Werth.
1638 Schlacht von Rheinfelden/Lörrach durch Bernhard v.Weimar, der 1635 zu den Franzosen überläuft gg. Versprechungen auf Landbeute im Elsaß. Franzosen erobern Breisach.
1642 Schlacht von Kampen/Krefeld, wodurch Franzosen nach Breisach vertrieben werden.
1643 Schlacht von Rocroy, Franzosen erobern Diedenhofen/Mosel.
1645 Schlachten von Mergentheim/Würzburg und Allersheim (Holzminden, Nieders.) mit Sieg über Franzosen, die Mercy an der Mosel verlieren.
1646 Hessen: Frz. und schwed. Heere vereinigen sich zum Vormarsch auf Bayern.
1648 Friede von Münster: Frankreich gewinnt wichtige dt. Städte, vor allem im Elsaß. So: Metz, Toul, Verdun, die sogenannten Trois-Évêchés, Breisach, die Landgrafschaften Ober- und Unter-Elsaß, den Sundgau und die Landvogtei der zehn vereinigten Reichsstädte im Elsaß.
1649-1665 Kriegspause/16: Frz. Bürgerkrieg der "Fronde", Hochadelige mit den obersten Gerichtshöfen in Paris (Parlamente) gegen das Königshaus. 1661 übernimmt Ludwig XIV. die Alleinherrschaft im Staat.
1667/68 Devolutionskrieg: Frz. Angriff, Eroberung flandrischer Festungen. Im Süden werden die dem Elsaß benachbarten Städte der Freigrafschaft erobert.
1672-1679 Holländischer Krieg: Frz. Angriff gegen die vorherigen Ziele in Flandern und der Freigrafschaft. 1674 wird der Krieg gg. Frankreich erklärt. 1675 Gefecht von Sasbach, Franz. räumen das rechte Rheinufer.
1679 Friede von Nimwegen: Frankreich erhält die gewünschten Gebiete in Flandern sowie die Freigrafschaft, zusätzlich noch die Stadt Freiburg/Br.
1679 Reunionspolitik: Auf Vorschlag von Colbert setzt der frz. König sogenannte Reunionskammern ein, die mit Hilfe ma. Lehensverträge die angebliche historische Zugehörigkeit von Elsaß/Lothringen zu Frankreich feststellen sollen.
1681 Besetzung von Straßburg, obwohl hierfür auch keine Reunions-Legitimation konstruierbar war. Ludwig XIV. kann den Straßburger Bischof Wilhelm v.Fürstenberg zum Einverständnis mit der Besetzung gewinnen mit Versprechen, durch frz. Eroberungen Erzbischof von Köln zu werden.
1683 Besetzung von Luxemburg, Kriegserklärung durch Spanien.
1684 Besetzung der Kurpfalz, Umwandlung in "Französische Saarprovinz".
1688-1690 Reunionskrieg: Die frz. Rheinarmee marschiert ohne Kriegserklärung in die Ostrheingebiete und die Markgrafschaft Baden ein. Von diesen Stützpunkten aus Ausrottungskrieg gegen die regionale Infrastruktur.
1688/10 Eroberung der Städte Heilbronn, Heidelberg, Mannheim, Pforzheim, Phillipsburg. Von Heilbronn aus werden umliegende Orte verwüstet, darunter Donauwörth, Marbach am Neckar und Schorndorf.
1689/01 Abbrennen von Pforzheim
1689/2 Auf Befehl von Kriegsminister Louvois und unter dem Kommando von Ezéchiel de Melac und Comte de Tessé wird das Heidelberger Schloß gesprengt.
1689/3 Abbrennen von Heidelberg, Mannheim, Frankenthal, Worms, Speyer, sowie jeweils der umliegenden Ortschaften und Dörfer. Im Dom zu Speyer werden von frz. Truppen die Kaisergrüfte geöffnet und die Gräber geschändet. Mit hinzugestellten Möbeln wird der Dom angezündet.
1689/3-8 Abbrennen von Oppenheim und der Burg Landskrone, der Städte und Orte Bretten, Maulbronn, Baden-Baden.
1690 Frz. Belagerung von Phillipsburg, Bonn und Mainz.
1693 Heilbronn: Vormarsch des frz. Heeres wird aufgehalten.
1697 Friede von Rijswijk: Frankreich verzichtet wieder auf Luxemburg und die Kurpfalz, behält aber alle anderen Eroberungen.
1701 Fürst von Köln liefert Festungen an Franzosen aus.
1702-1713 Spanischer Erbfolgekrieg
1702 Kurfürstentum Köln und Braunschweig wechseln zur frz. Seite und werden von Kaisertruppen besetzt. Diese vertreiben Franzosen auch aus Landau in der Pfalz und Ulm.
1703 Kurfürstentum Bayern wechselt auf die frz. Seite. Eine frz. Expeditionsarmee stößt aus Baden vor und vereinigt sich mit bayer. Truppen. Erste Schlacht von Höchstädt in Bayern an der Donau gegen Badenser Reichstruppen, die sich in den Schwarzwald zurückziehen. Eine frz. Armee am Rhein erobert Breisach und wiederum Landau/Pfalz.
1704 Zweite Schlacht von Höchstädt gegen die unterliegenden Franzosen. Der bayerische Raum wird von Franzosen geräumt und befriedet. Kaisertruppen säubern Trier und die Festung Landau/Pfalz. Gefechte der Kaiserlichen unter Prinz Eugen im Elsaß gegen frz. Truppen.
1705-1708 Kaiserliche verdrängen Franzosen aus Hagenau und Drusenheim. Ab dann wechselnde Gefechte im Rheingau/Schwarzwald mit Pausen. Franzosen kommen bis Stuttgart und dringen in den Moselraum ein.
1709-1712 Kaiserliche stoßen über den Rhein gegen Franzosen vor (1709), müssen nach dem Gefecht bei Rumersheim aber zurückweichen. Beide Heere ab dann zunächst geschwächt und inaktiv. Ein folgender Gegenstoß der Franzosen (1711) endet gleichartig, ebenso ein Vorstoß der Kaiserlichen (1712)
1713 Franzosen erobern die Feste Landau/Pf. sowie Freiburg/Br., brandschatzen die Pfalz und Baden.
1714 Friede von Baden: Neben anderen Abmachungen des europaweiten Krieges verliert Frankreich Freiburg/Br. erhält aber Landau als Kriegsgewinn.
1715-1732 Kriegspause-12 (am Rhein) Machtwechsel in Frankreich, Inthronisierung von Ludwig XV., Umbau der Staatsführung.
1733-1735 Polnischer Erbfolgekrieg: Frankr. erklärt Österr. und Sachsen den Krieg, der auch am Oberrhein geführt wird.
1738 Friede von Wien: Der poln. König erhält Lothringen, das nach seinem Tod durch Erbfolge an Frankreich fällt.
1740-1748 Österreichischer Erbfolgekrieg
1743 Schlacht von Dettingen bei Karlstein am Main zwischen einer frz. Armee aus dem Elsaß gegen Kaisertruppen.
1744 Franzosen belagern Freiburg/Br., ihre Armeen greifen Baden und den Moselraum an.
1748 Friede von Aachen: Luxemburg wird frz. Staatsbesitz.
1749-1755 Kriegspause-6 (am Rhein)
1756-1763 Siebenjähriger Krieg
1757 Schlacht von Hastenbeck: Franzosen besiegen Preußen bei Hannover.
1758 Durch die Schlachten von Rheinberg und Krefeld verlieren die Franzosen vorläufig die Kontrolle über die rechtsrheinischen Gebiete.
1759 Preußentruppen gegen den Rhein werden von Franzosen bei Bergen/Frankfurt/M. abgewiesen. Franzosenangriff auf Hannover wird in der Schlacht von Minden abgewiesen. Frz. Besetzung von Frankfurt/M. Am Ende des Siebenjährigen Krieges bleibt die Stellungslage im Rheingau relativ unverändert.
1761 Angriff der Franzosen auf Preußen bei Villinghausen
1763 Friede von Hubertusburg: Wiederherstellung der Lage vor dem Krieg
1764-1791 Kriegspause-27: (am Rhein) Wirtschaftskrise in Frankreich, allerdings frz. Kolonialkriege in Amerika.
1792-1797 Erster Koalitionskrieg: Mehrere Schlachten im Rheingau gegen eindringende frz. Truppen, so zwei Schlachten bei Mainz, bei Amberg/Oberpf.(Bayern), Deinig, Amberg, Handschuhsheim und Neerwinden. Franzosen erobern Speyer, Worms, Mainz und Frankfurt/M.
1796 Schlacht von Uckerath (Hennef) bei Kircheib/Westerwald: Rückzug der frz. Armee über die Sieg nach Düsseldorf. Franzosen erobern Rastatt. Schlacht bei Malsch/Bietigheim (frz.: Bataille de Ettingen): Sieg über Franzosen, die jedoch bald die Rheinebene unter ihre Kontrolle bringen.
1797 Friede von Campo Formio: Frankreich erhält die Niederlande und den Rhein als Ostgrenze, alle linksrheinischen Gebiete werden frz. Staatsgebiet. Dort gelten auch auf dem Territorium der BRD bis heute Teile frz. Rechts als Subsidiarrecht.
1799-1802 Zweiter Koalitionskrieg: Schlacht bei Hohenlinden/Obb.: Seit dem Sommer 1800 hatten angreifende frz. Truppen die dt. Heere bis nach Oberbayern in den Osten zurückgedrängt im Angriff auf München. Durch den Sieg der Franzosen werden die Gegner völlig vernichtet. Im selben Jahr auch: Schlacht bei Hochstadt
1801/02 Friede von Lunéville und Amiens: Bestätigung des letzten Abkommens, Teilung der dt. Städte über beide Ufer des Oberrheins.
1805 Dritter Koalitionskrieg: Keine Aktionen mehr am Rhein, aber siegreiche frz. Schlachten östlich davon bei Amstetten/Niederösterreich, Dürenstein und Schöngrabern.
1806-1815 Drei weitere Koalitionskriege gegen Franzosen unter Napoleon, mit vielen Schlachten, auch auf dt. Gebiet, allerdings ohne Bezug zum Rheingau. Dies ebenso bei Napoleons Eskapade (Hundert-Tage) 1815.
  Kriegsruhe: Restauration, Wiener Kongreß, Neuordnung Europas
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