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Sepp DeppPrämie für Falschangaben zur Geschichte
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Report 1-10

1) Buchwunder, 2) westfälischer Rosenzüchter, 3) Publikation, 4) Viren-1, 5) Zensur, 6) Neustart, 7) Hexen-Feme, 8) Löschung, 9) Neustart, 10) Viren-2

xNr. 1Um 1994 / Buchwunder
Wir machen im Arbeitskreis ZS ein Lexikon zum konservativen politischen Zeitgeist in der Weimarer Republik. (Das Buch als Netzpublikation: Beitrag in der Rubrik 2.2 Nr. 9) Sein Inhalt wird durch mehrere Geschichtsstudenten an der Uni zu K. zusammengestellt, das Publikationsprojekt ist bekannt. x Kurz nach dem Druck läßt die redaktionelle Teilnehmerin Jill G. durch Rechtsanwälte durchsetzen, daß das Vorwort des Buches entfernt wird, worin sie als Mitautorin genannt wird. Wer sie unter Druck gesetzt hat, will sie zunächst nicht sagen. Nachforschungen an den betreffenden Instituten ergeben, daß ihr Geschichtsprofessor Otto D. (SPD), zugleich Prüfer für ihr kurz bevorstehendes Magisterexamen, es "verdächtig" fand, daß sie an der Publikation mitwirkt. Diese Einflußnahme wird im Arbeitskreis als Hinweise auf ein Grundsatzproblem der Freiheitsrechte im Land bewertet. Es beginnen erste Arbeiten zur Sammlung weiterer Indizien für gezielte Meinungseinschüchterungen an deutschen Universitäten.

xNr. 2Um 1997 / Westfälischer Rosenzüchter
Ein Bekannter des Arbeitskreises steht an der Universität zu D. im Examen zur Bildungspolitik der Frühen Nachkriegszeit. Mitprüfer Prof. Ingo F. legt ihm nahe, daß dabei auch die NS-Zeit zu behandeln sei. Sein mäkelndes Motto als handschriftliche Notiz zu einem noch ungläubigen Arbeitstext des Prüflings: "Der NS ist nicht zu untersuchen sondern zu kritisieren". Der Blick in einen Gelehrtenkalender zeigt, daß Ingo F. um 1968 als politischer Aktivist der JuSo (Junge Sozialisten/SPD) aufgetreten ist. Seine Spur verliert sich ab da in Bremen. Ohne wissenschaftliche Publikationen und Habilitation taucht er ein Jahrzehnt später als "Professor" zu D. auf. Prüfer Ingo F. wird vom weiteren Prüfungsverfahren ausgeschlossen. Eine kurz darauf von ihm betreute Promotion hat den Titel: "Über die Entwicklung von Knutschecken auf Schulhöfen" und besteht zur Hälfte aus Kopien von Bauplänen, ergänzt um Betrachtungen zur Einwirkung von "Begrünung auf die weibliche Menstruation". Die Arbeit der nunmehrigen "Frau Doktrix" wird von ihm mit "sehr gut" bewertet. Der angeekelte Mitbegründer des Sepp-Depp- Arbeitskreises läßt später seinen Doktortitel aus seinen behördlichen Personalien löschen.

xNr. 3Sommer 1999 / Publikation
Die Übersicht über eine steigende Flut von ideologisch motivierten Falschinformationen zur Geschichte im Dienst aktueller Interessen führt zur Idee, dies öffentlich zu prämieren. Der "Sepp Depp" geht mit den ersten fünf Artikeln in die Netzpublikation unter http://members.tripod.com/zs-studien in Massachusetts, USA.

xNr. 4Um 2001 / Viren 1
Gezielte Zusendung von Computerviren an die Email-Adresse für Leser-Kommentare. Die Absender stammen zu 94% aus Deutschland, 2% aus Israel, der Rest verteilt sich auf andere deutschsprachige Länder und weitere westliche Staaten. Sie laufen automatisch in den gleichen Löscheimer des Mailers, wohin auch die noch voluminösere Reklame abfließt: "Loose weight in 10 seconds (by giving us your money)".

xNr. 5Februar 2002 / Zensur
Wenige Wochen nach Publikation von Artikel Nr. 35 (Bismarck) steigen die Zugriffe um mehrere hundert Prozent an. Dies üblicherweise ein Hinweis auf Diskussion von Seiteninhalten in Foren. Das Nutzerkonto bei Tripod.com/USA ist eines Tages ohne Mitteilung gelöscht, der Sepp Depp ist zensiert.

x Nr. 6März 2002 / Neustart
Einige Wochen später bietet ein Leser seinen bislang ungenutzten Serverplatz im freiheitlichen Ausland in Ostasien (Thailand) kostenlos als neuen Standort an (nochmals vielen Dank an Harry !). Sein Kommentar: "Frage dich nicht, was dein Land für dich tut sondern frage, was du für es tun kannst." Neupublikation bei http://www.icd-webfactory.com/~harry/.

Nr. 7Sommer 2002 / Hexen-Feme
Ein Hamburger Medienproduzent, Oliver Friedman, erhält von einem Archivar entsprechend den Archivgesetzen nicht die gewünschten Dokumente zur NS-Zeit.

xEine aufschlußreiche Diskussion im Kreis von Fachleuten zum Thema der Hexenforschung. Anlaß war eine politische Zensur durch dt. Universitäten, begründet mit den Sepp-Depp Artikeln. (Zur Extraseite)
Sie sollten als Material für eine Filmsendung dienen. Um seinen Anspruch durchzusetzen, verdächtigte Friedman den Archivar gegenüber der Universitätsleitung zu Koblenz-Landau. als "Rechtsextremisten", der "Altnazis" schützen wolle. Dies sei bewiesen durch Verweis von den Webseiten des Archivars zur Frühen Neuzeit auf eine Seite an der Uni K. zur Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit, die über eine andere Seite zu Sepp Depp führt. So bemüht sich Friedman, den Doktortitel des Verfassers der Sepp-Depp Artikel durch die Uni zu D. aberkennen zu lassen. Es folgte eine kontroverse Diskussion in einem Mailforum zu Aberglaube und Hexenjagd (Verweis: siehe Kasten). Die dabei diskutierte Löschung der Hexenseiten wird später als Folge eines ungenügend verabredeten Umbaus der Serverlandschaft behandelt, die Hexenseiten gehen wieder ans Netz.

xNr. 8Sommer 2003 / Löschung
In Thailand hatte Sepp Depp für gut ein Jahr ein neues Heim gefunden, wie immer ein kostenloses. Doch der Dienstleister hatte Freiplätze nur so lange zugestanden, bis ihm die Arbeit entsprechender Nutzer wie diesem Aufmerksamkeit auf seinen Dienst und dessen Internet-Adresse gelenkt hatten. Der zweite Schritt der Professionalisierung seines Gewerbes bestand darin, nur noch zahlende Nutzer zuzulassen. Zu denen gehört der Sepp-Depp, der kein Geld "macht", natürlich nicht. Ein weiteres Mal geht die Publikation unter und mit ihr die inzwischen wieder in Suchmaschinen bekannt gewordene Adresse.

xNr. 9Dezember 2003 / Neustart
Mit einer technisch ausgefeilteren und hoffentlich stabileren Lösung beginnt unter http://www.sepp-depp.de.vu ein neuer Publikationsversuch. Die Lösung besteht darin, daß ein Namensverwalter für Seppel eine Adresse hält, von der aus durchgeschaltet wird zum jeweiligen physikalischen Platz der Seiten. Der kann sich ändern, ohne daß diese Adresse sich ändert.

xNr. 10April 2004 / Viren 2
Geballte Zusendung von Mail-Viren mit Begleit-Text in deutscher Sprache. Unter dem 10.04. alleine sechs Stück vom gleichen Absender. Nähere Prüfung zeigt: ausgefeilt in der selbstreferenzierenden Verwischung des Absende-Rechners über das "America-Online"-Netz, mit intelligentem neuen Schadenscode, versteckt unter einem alten Trägernamen ("document.pif"). Also nicht die übliche Hausarbeit virenproduzierender Schulkinder. Es handelt sich auch nicht um Begleiterscheinungen von Anschriften-Sammlern für Reklame, da die betroffene Postadresse auf den Artikelseiten nicht genannt wird, also auch nicht automatisch eingesammelt werden kann. Daß sie dennoch zum Autor der Artikel führt, hatte also jemand zuvor herausfinden müssen. Ein zeitlicher Zusammenhang mit der Publikation von Artikel Nr. 45 und Nr. 46, die auch zur Erhöhung der Zugriffe führten, ist zu erkennen. Diese Art der Reaktion auf die Artikel ist nicht neu und weist hin auf Aktivisten wie bereits 2001 (s.u.). Wie immer: schade um die vergebliche Mühe der entsprechend bemühten Herrschaften, die damit nicht mehr als sinnloses Netzrauschen produzieren.

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