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Sepp DeppPrämie für Falschangaben zur Geschichte
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Prämie

Geschichtsprämie Sepp Depp: Prämierungsbedingungen
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x Die Auszeichnung wird vergeben für Falschangaben über historische Fakten in Massenmedien mit Informationsanspruch und für indirekte Aussagen durch Kunst in Theater, Spielfilm oder Romanen. Als Prämie wird den nominierten Kandidaten ein Seppel-Wimpel verliehen, der bei der Redaktion angefordert werden kann.

Preisgewinner können sowohl natürliche als auch juristische Personen werden, die Urheber einer öffentlich verbreiteten Falschaussage über Geschichte sind. Die Verantwortlichkeit kann entsprechend der Nominierung geteilt werden zwischen Urheber und Medium der Veröffentlichung. Eine Nominierung wird als Prämierung wirksam durch die Meldung von Nominierten und die Übergabe der Prämie. Bis dahin bleibt die Prämierung ein unbefristetes Angebot.

Die Fälschlichkeit der nominierten Aussage wird überprüfbar nachgewiesen. Der Kandidaten möglicherweise ungünstig darstellende Umstand ist also keine Unterstellung, sondern eine Tatsache, wobei die Äußerung öffentlich bekannt, also als solche nicht zweifelhaft oder strittig ist. Der Nachweis über die Fälschlichkeit der Äußerung stützt sich ebenfalls auf öffentlich zugängliche Informationen. Mit der Nominierung wird regelmäßig keine pauschale Aussage über das Wesen der Bezeichneten getroffen, sondern eine öffentlich bezeugte Einzeltat bewertet. Ein Rückschluß von der bewerteten Tat auf die Person ist damit nicht notwendigerweise in den Umständen der Nominierung angelegt. Der Käufer einer Banane wird auch dann nicht zu Obst, wenn ihm solches als Prämie verliehen wird.

Das Angebot zur Übergabe einer Prämie ehrenhalber oder leistungshalber ist der Natur nach und aus der Sicht des Begünstigten ein passives Recht. Das Zustandekommen des Angebots geht nicht vom Empfänger aus und wird nicht unmittelbar von ihm veranlaßt, sondern nur mittelbar durch seine Tat. Passives Erleiden durch eine die Persönlichkeitsrechte berührende Preisverleihung liegt in der Natur der Sache. Eine öffentliche Prämienausschreibung mit Vorschlagsrecht für jeden ist ein Vorgang, der sich der Steuerung von Nominierten auch sonst entzieht. Insofern das Angebot zur Prämierung hier auf vergleichbare Weise öffentlich ist wie der Anlaß, begegnen beide auf gleiche Weise mit analogen Reaktionsmöglichkeiten für beide Seiten. Durch die freie eigene Entscheidung zur Annahme oder Nichtannahme der Prämie erhalten die Begünstigten hinreichend Raum zur Bekundung ihres eigenen Standpunkts zur Sache. Dazu müssen sie auch nicht selbst aktiv werden. Vielmehr bedeutet schon die Nichtreaktion auf das unbefristete Angebot, daß die Prämierung nicht vollzogen, der Preisgewinner also nicht zum "Preisträger" wird.

Verfasser: D. Nix - Veröffentlichung: ab Juli 1999
 
13.03.2018-00 Impressum 1,64
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System: PUBLIU
Sepp Depp: Prämie für Falschangaben zur Geschichte: Redaktionell ausgewählte Webseite auf onlinestreet.de
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